Weihnachtsöffnungszeiten 2020

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle an Silvester und Neujahr

30. Dezember 2020

Liebe Mitglieder,

unser Büro bleibt am 31. Dezember geschlossen.

Am 4. und 5. Januar sind wir in gewohnter Weise für Sie da.

 

Wir wünschen allen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Jahreswechsel!

Das Team des Südtiroler Jagdverbandes

Warum das Rentier Rudolph eine rote Nase hat

Warum das Rentier Rudolph eine rote Nase hat

23. Dezember 2020

Viele kennen das „Rentier Rudolph“ aus dem weltberühmten Weihnachtslied “Rudolph, the red-nosed reindeer“. Rudolph, also das Rentier mit der roten Nase, wird wegen seiner leuchtend roten Nase verspottet. Doch als dichter Nebel die Verteilung der Geschenke am Weihnachtsabend in Gefahr bringt, findet der Schlitten des Weihnachtsmannes dank Rudolphs leuchtender Nase trotzdem den Weg, so lautet die Erzählung.

Forscher haben jetzt herausgefunden, dass die Nase von Rentieren tatsächlich leuchtet. Zumindest wenn man sie mit einer Wärmebildkamera betrachtet. Ihre Nase ist nämlich sehr sehr gut durchblutet und besitzt außerordentlich viele Schleimdrüsen. Das sorgt bei extremen Temperaturen für Wärme und für ein optimales Nasenklima sodass die Rentier-Nase nicht erfriert. Gleichzeitig wird auch die Gehirntemperatur der Rentiere über die Nase reguliert. Und dann gibt es noch einen Grund, der diese einzige Hirschart, die domestiziert wurde, so besonders macht: Rentiere wechseln ihre Augenfarbe zwei Mal im Jahr: Im Sommer ist ihre Iris goldfarben, im Winter dunkelblau.

Übrigens: Im Gegensatz zu allen anderen Hirschen tragen bei den Rentieren auch die Weibchen ein Geweih.

Die Natur hält immer wieder Erstaunliches für uns parat. Wir freuen uns schon darauf, die Besucher unserer Website auch im nächsten Jahr wieder mit interessanten und wissenswerten Meldungen zu versorgen und wünschen allen Jägerinnen, Jägern und Freunden des Südtiroler Jagdverbandes ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2021.

Das Team des Südtiroler Jagdverbandes

Unsere Vögel – Der Fichtenkreuzschnabel

Unsere Vögel – Der Fichtenkreuzschnabel

18. Dezember 2020

Seine gekreuzten Schnabelspitzen machen diesen Vogel unverwechselbar, den Fichtenkreuzschnabel. Der finkengroße Vogel ist ein typischer Nadelwaldbewohner und bei uns in Südtirol das ganze Jahr über anzutreffen. Dabei können die Bestände aber merklich schwanken. Das kommt daher, dass der Kreuzschnabel hauptsächlich Samen frisst und die Samenproduktion nicht jedes Jahr gleich ausfällt.

Gute Samenjahre, also Mastjahre, kommen in einem Gebiet nur alle paar Jahr vor. Seine Brutplätze wählt der Kreuzschnabel deshalb je nach Futterangebot aus und wandert bei Bedarf zwischen unterschiedlichen Gebieten hin und her. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein skandinavischer Verwandter bis in den Alpenbogen einzieht.

Gut zu wissen: Männchen und Weibchen weisen einen schwachen Geschlechtsdimorphismus auf. Männchen sind überwiegend ziegelrot gefärbt und haben einen roten Bürzel, Weibchen hingegen sind olivgrün und haben einen gelben Bürzel.

Fichtensamen verspeist das kleine Kerlchen am liebsten. Aber auch die Samen von Tannen, Kiefern, Lärchen oder Birken lässt er sich nur zu gerne schmecken. Zur Abwechslung stehen ab und zu noch Knospen, Nadeln, Früchte und Beeren auf dem Speiseplan und im Sommer ergänzen die Tiere ihre Nahrung durch kleine Insekten.

Bei der Nahrungsaufnahme ist der Vogel Mucks Mäuschen still. Er turnt in den Ästen herum und sucht sich einen passenden Zapfen aus. Mit dem gekreuzten Schnabel spreizt er die Schuppen des Zapfens auseinander, legt den Samen frei und holt ihn mit der Zunge heraus. Da die untere Spitze immer auf dieselbe Seite zeigt, muss der Kreuzschnabel seinen Kopf auch immer so positionieren, dass die Hebelwirkung des Schnabels greifen kann. Das führt unweigerlich dazu, dass sich seine Kiefer- und Halsmuskeln über die Jahre einseitig entwickeln.

Gut zu wissen: Durch das Fressen der vielen ölhaltigen Samen hat der Kreuzschnabel ein erhöhtes Trinkbedürfnis. Im Winter nimmt er deshalb vermehrt Reif und Schnee auf. Um seinen Mineralbedarf zu decken, hat sich der Vogel etwas ganz Besonderes einfallen lassen: er frisst uringetränkte Erde oder Schnee.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Vögeln brütet der Fichtenkreuzschnabel bei uns im Winter, nämlich zwischen Dezember und Mai. Das Winternest wird mit Gräsern, Flechten und Federn dick ausgepolstert. Jeden Tag legt das Weibchen ein Ei ins Nest, bis am Ende vier Eier darin liegen. Bei kalter Witterung setzt sich das Weibchen sofort auf das gelegte Ei, um es zu wärmen. Es bleibt für zwei Wochen auf dem Gelege sitzen und wird vom Männchen gefüttert. Mit dieser Fürsorge können die Eier auch Temperaturen von bis zu minus 35 Grad Celsius überleben.

Zwei Wochen nach dem Schlüpfen verlässt das Weibchen wieder das Nest und geht zusammen mit dem Männchen auf Nahrungssuche. Die Jungvögel kommen mit der Kälte zurecht. Es kann aber sein, dass die Elterntiere sie in einem verklammten Zustand, der Torpidität, wiederfinden. Nach ein paar Minuten Wärmeaustausch mit den Altvögeln wachen die Jungtiere wieder aus dieser Kältestarre auf. Ist die erste Brut aus dem Gröbsten heraus, bereitet das Weibchen bereits alles für eine zweite Brut vor. Die großen Geschwister helfen oft bei der Aufzucht der zweiten Brut mit.

Gut zu wissen: Bei den Nestlingen ist der Schnabel noch nicht gekreuzt. Das Merkmal bildet sich in den ersten 45 Tagen nach dem Schlüpfen aus. Bis dahin werden die Jungvögel von den Eltern mit Insekten und Samen versorgt. Bis zu 85.000 Samen soll eine Brut wohl bis zum Ausfliegen vertilgen.

Helfen wir unserem Wild auch jetzt

Helfen wir unserem Wild auch jetzt

11. Dezember 2020

Wildtiere stehen im Winter vor besonderen Herausforderungen. Wer mit seinen Energiereserven nicht gut haushält, läuft Gefahr, den Winter nicht zu überleben.

Schalenwild geht auf Sparflamme

Rot-, Reh,- Gams- und Steinwild fahren im Winter ihren Stoffwechsel herunter, ihr Hunger nimmt ab. Im Vergleich zum Sommer benötigen Rothirsch und Co. im Winter etwa nur die Hälfte an Nahrung. Ihr Verdauungstrakt, die Leber und andere Organe schrumpfen. Die im Sommer und Herbst angefressenen Fettreserven sind überlebenswichtig. Lange, harte Winter führen zu hohen Ausfällen beim Wild. 2009 beispielsweise fand man über 2.200 verendete Rehe und 450 verendete Hirsche in Südtirol.

Gut zu wissen: Am erlegten Stück erkennt man anhand des Nierenfetts, ob das Tier gut oder schlecht genährt ist. Das Nierenfett wird nämlich erst dann angezapft, wenn die anderen Fettdepots aufgebraucht sind.

Auch Winterspezialisten tun sich schwer

Raufußhühner sind perfekt an den Winter angepasst. Ihr dichtes Gefieder, die Balzstifte an den Zehen und die langen Blinddärme zum aufspalten der Knospen und Nadeln, das alles hilft den Hühnervögeln durch die kalte Jahreszeit. Bei ausreichend Schnee graben die Vögel Schneehöhlen und suchen dort Schutz vor der Kälte. Doch die Vögel sind empfindlich. Vor allem auf Störungen, z.B. durch Skitourengeher, reagieren die Tiere stark. Auerwild gilt als besonders sensibel. Es kann sich kaum an Störungen gewöhnen, meidet viel besuchte Gebiete und verliert damit wertvollen Lebensraum.

Stress ersparen

Auf ungewohnte und plötzliche Ereignisse reagieren alle Wildtiere mit Stress. Herzschlagrate und Atemfrequenz steigen, Stresshormone werden ausgeschüttet. Der Energieverlust ist hoch. Fehlt den Tieren die Möglichkeit, dieses Defizit durch Ruhe und zusätzlicher Nahrungsaufnahme auszugleichen, verlieren sie an Kondition. Sie werden krankheitsanfälliger und auch der Brut- bzw. Fortpflanzungserfolg kann durch eine schlechte Kondition negativ beeinflusst werden.

Wildtiere benötigen im Winter also vor allem eins: Ruhe. Diese sollten wir ihnen wo möglich verschaffen. Tiere sollten so wenig wie möglich gestört oder aufgescheucht werden. Auch Hunde müssen konsequent an die Leine genommen werden, um kein Wild unnötig hoch zu machen. Nehmen wir Rücksicht wo nötig und helfen den Wildtieren so durch die herausfordernde Zeit.

Alle Formen der Jagd sind wieder erlaubt

Alle Formen der Jagd sind wieder erlaubt

3. Dezember 2020

Ab dem morgigen 4. Dezember 2020 ist die Bewegungsfreiheit auf dem Landesgebiet wiederhergestellt.

Das heißt, dass wir uns jetzt ohne eine der bekannten Ausnahmen (Arbeit, Gesundheit, Situation der Notwendigkeit oder Dringlichkeit) auf dem Landesgebiet frei fortbewegen können. Lediglich zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens gilt eine Ausgangssperre.

Infolge dieser Entwicklung können wir wieder alle Formen der Jagd ausüben.

Antworten auf alle wesentlichen Fragen im Zusammenhang mit der Jagdausübung findet Ihr wie gewohnt hier in unseren FAQs.

Mit Weidmannsheil

Günther Rabensteiner
Landesjägermeister

AVS – Online-Vortragsreihe zum Thema Lawinenprävention

AVS – Online-Vortragsreihe zum Thema Lawinenprävention

23. November 2020

Zusammen mit dem Bergrettungsdienst organisiert der AVS ab 25. November 2020 fünf Online-Vortragsabende zum Thema Lawinenprävention. Mit der Aktion „Sicher durch den Winter“ will der Alpenverein auf alpine Gefahren im Winter aufmerksam machen und Wintersportler auf die kommende Saison vorbereiten. Auch für uns Jäger kann so manch interessanter Tipp dabei sein!

Die Teilnahme an den Online-Vorträgen ist auf 500 Teilnehmer pro Vortrag begrenzt. Es bedarf deshalb einer vorherigen Anmeldung zum jeweiligen Vortrag. Registrieren kann man sich  unter www.alpenverein.it/sicherunterwegs.

TERMINE

Mi 25.11.2020 – Der Lawinenreport
Der Lawinenreport: Möglichkeiten, Grenzen und Neuerungen
Sarah Graf, Lukas Rastner & Norbert Lanzanasto, Lawinenwarndienst Südtirol & Tirol

Mi 02.12.2020 – Unterwegs auf Tour
1×1 Lawine – alpine Gefahren wahrnehmen, beurteilen und eigenverantwortlich handeln
Erwin Steiner, Bergführer & Ausbildungsleiter der Berg-und Skiführer Südtirol

Do 10.12.2020 – Notfall Lawine
Lawinenunfälle und Notfall am Berg im Winter
Peter Plattner und Walter Würtl, Österreichisches Kuratorium für alpine Sicherheit

Do. 17.12.2020 – Kameradenrettung erfolgreich – was dann?
Erste Hilfe & Notruf – Maßnahmen nach der Bergung von Verschütteten
Simon Rauch, ärztlicher Leiter Bergrettungsdienst im AVS

Mo 21.12.2020 – Recht & Lawine
Was kommt bei Lawinenauslösungen auf Wintersportler zu?
Stefan Tappeiner, Richter am Landesgericht Bozen

Das genaue Programm findet man unter www.alpenverein.it/sicherunterwegs. Die Vorträge beginnen jeweils um 19:30 Uhr.