112 Where are you – Die Notfall-App

112 Where are you – Die Notfall-App

13. August 2020

Dieser nützliche Helfer sollte auf keinem Smartphone fehlen. Die „112 Where Are U“ App hat nur ein Ziel: in einem Notfall schnelle Hilfe an deinen jetzigen Aufenthaltsort zu holen.

Jeder kann mal in eine Notsituation geraten, egal ob zu Hause, in der Freizeit oder auf der Jagd. Besonders im Gebirge kann ein umgeknickter Knöchel, ein Sturz oder auch einfach Erschöpfung schwere Folgen haben. Nicht selten kommt es vor, dass man seinen genauen Standort nicht kennt und die Rettungskräfte erst suchen müssen, um den Verletzten im Gelände ausfindig zu machen. Hier kommt diese App ins Spiel.

Ist die App einmal geöffnet, drückt man auf das Notruf-Symbol. Daraufhin wählt sich die App in die europaweite Notrufnummer 112 ein und übermittelt über die im Smartphone eingebaute GPS-Funktion den genauen Standort des Notruf-Absetzers. Der Nutzer kann dann direkt wählen, welchen Service er in Anspruch nehmen will: Polizei, Feuerwehr oder Rettungskräfte. Die Notrufzentrale nimmt den Anruf entgegen, verifiziert die notwendigen Daten und schickt die Einsatzkräfte anschließend direkt an den übermittelten Standort.

Zusätzlich zum normalen Notruf, bei dem man mit der Notrufzentrale telefonisch in Kontakt tritt, gibt es auch die Möglichkeit eines stummen Notrufs für gefährliche Situationen, in denen man nicht sprechen kann (z.B. häusliche Gewalt oder Einbruch), und einer Chat-Funktion, mit deren Hilfe man zusätzlich noch schriftlich in Kontakt zur Zentrale steht und weitere Informationen weiterleiten kann.

Die App ist kostenlos und kann für Android, iOS und Windows heruntergeladen werden.

Endlich Klarheit bei der Verlängerung des Waffenpasses

Endlich Klarheit bei der Verlängerung des Waffenpasses

06. August 2020

In der Vergangenheit hat es immer wieder Unsicherheiten bei der Verlängerung des Waffenpasses gegeben. Muss dabei nun das originale Dokument abgegeben werden oder nicht? In den zuständigen Carabinieristationen wurde nicht immer gleich verfahren. Als wegen der Coronakrise eine Verlängerung der Gültigkeit der Waffenpässe beschlossen wurde, war auch nicht eindeutig, ob sich damit auch die Fälligkeit der Konzessionsgebühr verschiebt oder nicht. Nun liegen auch dank der Bemühungen des Kammerabgeordneten Albrecht Plangger konkrete Antworten auf diese beiden Fragen vor.

  1. Ansuchen um Verlängerung des Waffenpasses mittels Kopie

Das Innenministerium stellt nun offiziell klar, dass man bei Verlängerung eines Waffenpasses, der noch nicht verfallen ist, das Originaldokument so lange behalten darf, bis man den neuen Waffenpass erhält. In einem Rundschreiben wurde ausdrücklich bestätigt, dass es reicht, bei der Waffenpassverlängerung eine Kopie des gültigen Waffenscheines abzugeben. Sobald der neue Waffenpass ausgestellt ist, muss bei dessen Abholung das alte Originaldokument abgegeben werden. Der Bürger muss also das gültige Originaldokument nicht abgeben, bevor er einen Ersatz dafür erhält.

Das Rundschreiben kann unter www.poliziadistato.it als PDF heruntergeladen werden.

  1. Auch die Konzessionsgebühr der Waffenpässe, die während des Corona-Ausnahmezustandes verfallen sind, wird verlängert

Im letzten Newsletter hatten wir darauf hingewiesen, dass das Parlament eine Sonderregelung für die Verlängerung der Waffenpässe verabschiedet hat. Diese besagt, dass all jene Waffenpässe, die zwischen dem 31. Jänner 2020 und dem 31. Juli 2020 verfallen, automatisch für weitere 90 Tage ab Beendigung des Notstandes gültig bleiben, also bis 29. Oktober 2020.

Unklar war jedoch, ob mit dieser Regelung auch die Einzahlung der Konzessionsgebühr aufgeschoben wird. Nun hat der Kammerabgeordnete Albrecht Plangger eine Klärung erwirkt. Die zuständige Innenministerin hat im Rahmen einer Fragestunde im Parlament klargestellt, dass auch die Konzessionsgebühr gestundet wird.

Selbstverständlich steht es jedem frei, bereits vor dem 29. Oktober 2020 um die Verlängerung seines Waffenpasses anzusuchen.

 

14.10.2020 – Achtung: Update zu der Gültigkeit der Waffenpässe siehe hier.

„Wild-Wissen-Ergänzungsheft – Das Jagdrecht in Südtirol“ neu aufgelegt

„Wild-Wissen-Ergänzungsheft – Das Jagdrecht in Südtirol“ neu aufgelegt

06. August 2020

Nachdem das Ergänzungsheft zum Lernbuch „Wild-Wissen“ des Südtiroler Jagdverbandes nach seiner Erstausgabe im Juli 2019 in den letzten Monaten schon fast vergriffen war und in der Zwischenzeit bereits einige Neuerungen auf gesetzlicher Ebene erfolgt sind, wurde dieses nun überarbeitet und neu aufgelegt. Es kostet 9,90 Euro und ist im Buchhandel sowie beim Südtiroler Jagdverband und erhältlich.

Ausstellung „Mensch und Jagd in Alttirol“ auf Schloss Runkelstein

Ausstellung „Mensch und Jagd in Alttirol“ auf Schloss Runkelstein

06. August 2020

Die Jagd war auf Schloss Runkelstein immer präsent. Das zeigen die wunderschönen mittelalterlichen Jagddarstellungen im Turniersaal, die vielen Jagdwaffen, Musikinstrumente, Trophäen und Schießscheiben, die zum Burginventar zählen. Vom 19. Juni 2020 bis 10. Januar 2021 beherbergt nun die Burg am Eingang des Sarntales eine Ausstellung, die sich nicht nur der Geschichte der Jagd widmet, sondern auch ihren modernen Aspekten.

Was hatte das Weidwerk mit der „Minne“, der Liebe im Mittelalter zu tun? Wer durfte damals was jagen? Welche Kleidung trugen die einstigen Jäger? Welche Mythen rankten sich um die Jagd und welche Rolle soll die Jagd heute übernehmen: Völlige Freiheit des Wildes oder Hegen und Pflegen?

Schloss Runkelstein ist von Dienstag bis Sonntag zugänglich, jeweils von 10–18 Uhr (im Winter von 10–17 Uhr). Sonderführungen durch die Ausstellung nach vorheriger Anmeldung.

www.runkelstein.info / runkelstein@runkelstein.info / +39 0471 329 808

Unser(e) Igel

Unser(e) Igel

30. Juli 2020

Jedes Kind kennt das Stacheltier, doch die wenigsten Menschen wissen wirklich etwas über ihn: den Igel. In Trentino-Südtirol kommen zwei verschiedene Igelarten vor: der Braunbrustigel und der Nördliche Weißbrustigel. Letzterer kommt recht selten vor, weil Südtirol am äußersten westlichen Rand seines Verbreitungsgebietes liegt. Unser typischer Gartenbesucher ist deshalb also der Braunbrustigel.

Igel sind Kulturfolger, kommen aber nicht nur in menschlichen Siedlungen vor. Ihr typischer Lebensraum sind reich gegliederte, abwechslungsreiche Felder mit Hecken und anderen Plätzen zum Verstecken und Nestbauen. Auch im Laubwald kann man sie antreffen. Igel sind nachtaktiv. Tagsüber ziehen sie sich in ihre Nester zurück, nachts ziehen sie auf der Suche nach Nahrung umher. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Insekten wie Käfer, Würmer und Raupen. Auch bei Mäusen sagen Igel nicht nein, allerdings ist der kurzbeinige und etwas träge Geselle kein Jäger. Er begnügt sich mit Aas oder wehrlosen Jungtieren, die er auf seinen nächtlichen Streifzügen leicht erbeuten kann.

Gut zu wissen: Es gibt viele Mythen zu den Essgewohnheiten von Igeln. Sie sind aber weder Schnecken- noch Schlangenvertilger, fressen nur selten Obst, und Milch vertragen sie nur schlecht.

Das wohl auffälligste Merkmal unserer Igel ist ihr Stachelkleid. Es beginnt am Kopf und zieht sich über den gesamten Rücken. Bis zu 7.500 Stacheln trägt ein ausgewachsener Igel huckepack. Und diese werden auch regelmäßig erneuert. Ein bis eineinhalb Jahre lang bleibt ein Stachel in der Haut verankert, bevor er ausfällt und neu nachwächst. Damit bleiben die Stacheln immer schön in Schuss und schützen den Igel vor Fressfeinden und anderen Gefahren.

Gut zu wissen: Igeljunge haben bei der Geburt bereits um die 100 Stacheln auf ihrem Rücken. Bis zum Zeitpunkt, an dem die Jungen das Nest verlassen, wächst die Zahl auf stattliche 3.000 Stacheln an!

Am Bauch tragen Igel keine Stacheln, dafür verbirgt sich dort ein ausgeklügeltes Muskelsystem. Überhaupt hat der Igel sehr komplexe Muskeln. Einige sind nur für das Aufrichten der Stacheln zuständig, andere lassen den Igel den Kopf einziehen und der Ringmuskel am Bauch ermöglicht das bekannte „Einigeln“. Das soll den Igel vor Fressfeinden schützen. In vielen Fällen funktioniert das auch. Gegen Uhu und Dachs hilft aber auch das Einigeln nicht, diese Beiden sind so kräftig, dass sie einen fest zusammengerollten Igel einfach aufrollen.

Gut zu wissen: Das Zusammenrollen bei Gefahr bringt auch deutliche Nachteile mit sich, vor allem im Straßenverkehr. In Deutschland schätzt man, dass rund 500.000 Igel, jedes Jahr überfahren werden. 

Beim Liebesspiel der Igel kann es schon mal wild hergehen. Ist das Weibchen nicht paarungsbereit, stellt es die Kopfstacheln auf, stellt sich dem Männchen breit gegenüber und schnauft und faucht es heftig an. Dieses Spiel kann sich über Stunden ziehen. Wegen der auffälligen Bewegungen, die die Tiere dabei machen, wird dieses Verhalten auch als „Igelkarussell“ bezeichnet. Ist das Weibchen hingegen paarungsbereit, drückt es sich auf den Boden und legt die Stacheln flach an, damit das Männchen aufsteigen kann.

Gut zu wissen: Igelweibchen reagieren während oder kurz nach der Geburt extrem sensibel auf Störungen. Da kommt es mitunter vor, dass das Weibchen den Wurf sofort verlässt oder ihn sogar auffrisst.

Nach den Strapazen des Jahres zieht sich der Igel im Herbst zurück und hält bis zu 6 Monate Winterschlaf. Stoffwechselprozesse sind dabei stark reduziert. Die Körpertemperatur beträgt nur mehr 8 Grad und das Herz schlägt nur mehr fünf Mal die Minute. Fettreserven sind also wichtig. Geschwächte Igel können schon früher aus dem Winterschlaf aufwachen und suchen dann nach Nahrung.

Gut zu wissen: Wer einem Igel im eigenen Garten über den Winter helfen will, sollte sich sehr gut über dessen Nahrungsspektrum informieren, um ihm am Ende nicht durch falsches Futter zu Schaden!

Unsere Schlangen – Die Kreuzotter

Unsere Schlangen – Die Kreuzotter

23. Juli 2020

Faszination und Furcht, die Kreuzotter löst die verschiedensten Emotionen aus. Ihr Anblick ist vielen von uns vertraut, ist sie doch die häufigste und wegen ihrem auffallenden Rückenmuster wohl auch mit die schönste Schlange Südtirols. Trotzdem machen wir lieber einen weiten Bogen um das Tier – nur zur Sicherheit. Schließlich ist die Kreuzotter ja giftig.

Gut zu wissen: In Südtirol gibt es drei Giftschlangen: Kreuzottern, Aspisvipern und Hornottern. Man erkennt sie schnell am dreieckigen Kopf und den schlitzförmigen Pupillen. Die ungiftigen Nattern haben hingegen runde Pupillen und der Kopf scheint nahtlos in den Körper überzugehen.

Nun ist es aber nicht so, dass die Kreuzotter wahllos um sich beißt und ihr Gift verpulvert. Im Gegenteil, sie setzt ihr Gift sehr sparsam und gezielt ein. Bei Gefahr versucht die Schlange durch Zischen auf sich aufmerksam zu machen und den Eindringling zu vertreiben. Erst wenn das nichts hilft und der Feind zu nahekommt, wehrt sich die Schlange mit einem Biss. Viele dieser Bisse sind sogenannte Trockenbisse und enthalten nur sehr wenig Gift. Trotzdem sollte nach einem Biss ein Arzt aufgesucht werden.

Gut zu wissen: Das Zischen einer Schlange wird durch die Nase erzeugt, nicht etwa über das Maul.

Bei ihrer Beute ist die Kreuzotter weniger sparsam mit dem Gift. Sie lauert geduldig, bis die Beute nahe genug kommt, schießt vor und injiziert das Gift, an dem ihr Opfer schließlich zugrunde geht.

Gut zu wissen: Schlangengift besteht zu 90 % aus Wasser und zu 10 % aus Proteinen. Diese Proteine führen zu Lähmungserscheinungen, zersetzen das Blut und führen letztlich zum Tod der Beute. Für einen gesunden Menschen ist die injizierte Giftmenge zu gering, um seine tödliche Wirkung zu entfalten.

Ihre Beute fasst die Kreuzotter entweder gleich oder sie folgt nach einiger Zeit der Duftspur des verendeten Tieres. Dafür benutzt sie ihre Zunge als Navi.

Auch die Schlangenhaut ist etwas Besonderes. Sie besteht aus Hornschuppen, die den Körper vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Speziell modifizierte Bauchschuppen erleichtern die Fortbewegung. Da der Hautpanzer nicht mitwächst, muss sich die Schlange regelmäßig häuten. Zurück bleibt das sogenannte „Natternhemd“, die leere Hauthülle des Tieres.

Gut zu wissen: Eine Schlange kommt mit einer festen Anzahl an Schuppen zur Welt. Wächst die Schlange, bleibt diese Zahl trotzdem immer dieselbe. Die Schuppen wachsen nämlich einfach mit der Schlange mit.