Schreiadlerküken von Habicht geschlagen – Das Video

Schreiadlerküken von Habicht geschlagen – das Video

14. Juli 2020

Auf der Homepage der Deutschen Wildtier Stiftung konnten Naturfreunde über Wochen die Aufzucht eines Schreiadlerkükens live mitverfolgen. Am Sonntag, 5. Juli dann das jähe Aus. Ein Habicht landet auf einem Ast in der Nähe des Horsts, wartet dort geduldig für fast 2 Minuten auf seine Chance und schnappt sich schließlich den Jungvogel. Zurück bleibt ein leeres Nest in den Baumwipfeln.

Das komplette Video kann hier angeschaut werden.

Unsere Marderartigen – Das Hermelin

Unsere Marderartigen – Das Hermelin

9. Juli 2020

Ein Hermelin ist zwar doppelt so groß wie ein Mauswiesel, aber immer noch sehr klein. Doch für seine Größe ist der flinke Jäger erstaunlich schnell. Auf kurzen Strecken können es Hermeline auf satte 35 km/h bringen. Bleibt etwas Energie übrig, kann man die wendigen Tiere auch schon mal dabei beobachten, wie sie übermütig Purzelbäume schlagen.

Wie das Mauswiesel bevorzugen auch die Hermeline Mäuse als Nahrung. Tatsächlich besteht sogar ein Zusammenhang zwischen den vorhandenen Mäusen und dem Bestand von Hermelinen. Schwanken die Mäusebestände, brechen auch die Hermelinbestände phasenweise ein.

Im Sommer finden sich die sonst einzelgängerischen Tiere für die Paarungszeit zusammen. Aufgrund der Keimruhe, die es auch bei anderen Marderartigen gibt, kommt der Nachwuchs aber erst im Mai des nächsten Jahres zur Welt.

Gut zu wissen: Weibliche Hermeline können bereits im Säuglingsalter begattet werden! Männchen hingegen brauchen gut ein Jahr, bis sie geschlechtsreif sind.

Ab Herbst tauscht das Hermelin sein braunes Sommerfell gegen ein reinweißes Winterfell ein. Nur die Spitze will sich nicht so recht färben und bleibt das ganze Jahr über schwarz. Der weiße Pelz war bei Königshäusern und Adeligen sehr beliebt. Ein Hermelinmantel war ein Symbol der Reinheit und Macht.

Gut zu wissen: Die schwarzen „Punkte“ auf den Mänteln stammen übrigens von den dunklen Schwanzspitzen des Tieres, die in die Mäntel eingearbeitet wurden. Damit lässt sich leicht zählen, wie viele dieser Tiere für die Herstellung eines einzigen Mantels benötigt wurden.

Unsere Marderartigen – Das Mauswiesel

Unsere Marderartigen – Das Mauswiesel

2. Juli 2020

Klein aber Oho! Dieser Satz beschreibt das Mauswiesel wohl am besten. Mit seinen 100 bis 200 g Körpergewicht ist es das kleinste Raubsäugetier der Welt – und hat einen bemerkenswerten Appetit! Bis zu fünf Mäuse verputzt das energiegeladene Kerlchen am Tag. Sogar Junghasen kann der Zwerg mit einem tödlichen Nackenbiss in die Knie zwingen.

Gut zu wissen: Sein Heißhunger auf Mäuse ist es auch, der das Mauswiesel früher zu einem gern gesehen Gast bei den Bauern machte. Manche hielten sich die Tiere sogar als Haustiere, bevor schließlich die Hauskatze die Aufgabe der Mäusevertilgung übernahm.

In seinem Revier läuft das quirlige Tier sogenannte „Pirschpfade“ ab, entlang derer es nach Beute Ausschau hält. Bei Schnee verlagert das Mauswiesel seine Aktivitäten einfach einen Stock tiefer und bewegt sich unterhalb der Schneedecke durch Tunnel weiter.

Das Mauswiesel verbringt den Großteil seines Lebens unterirdisch. Egal ob zum Jagen, Schlafen oder Reproduzieren – Maulwurfs- und Wühlmausgänge sind heiß begehrt. Baut das Mauswiesel sein Nest, polstert es dafür einfach einen Gang mit viel Fell und Wolle aus. Direkt nach der Geburt wiegt ein Mauswiesel kaum mehr als ein Gramm. Trotzdem – lange bleibt es nicht im Nest. Nach 2 bis 3 Monaten sind die Jungtiere bereits ausgewachsen und machen sich auf die Suche nach eigenen, mausreichen Revieren.

Gut zu wissen: In seinen nördlichsten Verbreitungsgebieten (Sibirien und Kanada) kann das Mauswiesel genau wie das Hermelin in ein weißes Winterfell wechseln. In unseren Breitengraden tut es das nicht.

Corona-Virus: Ursprung Wildtiere

Corona-Virus: Ursprung Wildtiere

18. Juni 2020

Die Coronapandemie soll durch Übertragung des SARS-CoV-2-Virus von Fledermäusen und Schuppentieren auf Menschen entstanden sein und auf den Wochenmärkten in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan Ende 2019 ihren Ausgang genommen haben. Dort werden diese Wildtiere lebend zum Kauf angeboten.

Seither wird immer wieder davon berichtet, dass der Krankheitserreger auch in anderen Tieren vorkommen kann. Vor allem Katzenartige können sich offenbar leicht mit SARS-CoV-2 infizieren. In einem amerikanischen Zoo sollen Tiger und andere Raubkatzen betroffen sein. Katzen erkranken aber kaum und scheiden die Viren nur einige Tage lang aus, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Auch Marderartige können das neuartige Coronavirus in sich tragen. In den Niederlanden sind bereits mehrere Nerzfarmen betroffen. Infizierte Nerze leiden wie Menschen an Atemwegsbeschwerden, manche haben Probleme mit dem Verdauungstrakt, die Sterblichkeit in den Ställen stieg an. Zwei Mitarbeiter der Nerzzuchten haben sich sehr wahrscheinlich bei den Tieren angesteckt.

Inzwischen haben auch die Behörden in Afrika und Südostasien auf die Bedrohung reagiert und aus Angst, das neue Coronavirus könne auch auf bedrohte Menschenaffen, Gorillas, Schimpansen und Orang-Utahs überspringen, einige Schutzgebiete für den Menschen gesperrt.

Es sei zwar noch nicht bekannt, ob die Infektions- und Sterberaten bei Menschenaffen ähnlich hoch wäre wie beim Menschen, allerdings wisse man aus früheren Studien, dass selbst milde menschliche Krankheitserreger wie Erkältungsviren bei den Tieren schwere Auswirkungen haben können, meinen die Wissenschaftler.

Österreichische Jägertagung Teil 6 – Der Jäger in den sozialen Netzwerken

Österreichische Jägertagung Teil 6 – Der Jäger in den sozialen Netzwerken

15. Juni 2020

Vortragende: Christine Fischer
Akademische Jagdwirtin

Social Media Plattformen bergen Risiken und bieten gleichzeitig Chancen für die Jägerschaft. Noch nie sei die Jagd gesellschaftlich so transparent, ihr Image so beeinflussbar und im selben Moment angreifbar gewesen wie heute, erklärt die junge Jagdwirtin und Bloggerin Christine Fischer in ihrem Vortrag auf der Jägertagung.

Fotos spielen dabei die wichtigste Rolle, denn diese werden um ein 60.000-faches schneller wahrgenommen und vom Gehirn verarbeitet als Texte – welche oft gar nicht gelesen oder nur überflogen werden. Bilder aber bleiben in Erinnerung.

Ein reflektierter Umgang mit jagdlichen Inhalten ist dabei das A und O. Werden von Jägern ständig nur Erlegerbilder gezeigt, erzeugt das ein verzerrtes Bild bei den Betrachtern und liefert viel Munition für Jagdkritiker.

Authentische und seriöse Jagdfotos hingegen, die die gesamte jagdliche Vielfalt von Lebensraumverbesserungsmaßnahmen bis hin zum Jagdhornblasen und dem Jagdhundetraining zeigen, können zur positiven Meinungsbildung in der Gesellschaft beitragen.

Es muss den Jägern klar sein, wie sie sich und die Jagd im Netz präsentieren wollen, so Fischer.

Ein Video zum Vortrag steht leider nicht zur Verfügung. Nähere Infos zum Thema „Jagd und Social Media“ finden sich auf unserer Website.

Verlängerung der Waffenpässe

Verlängerung der Waffenpässe

12. Juni 2020

In den letzten Wochen wurden aufgrund der Notstandssituation verschiedene Sonderregelungen verabschiedet. Auch für die Gültigkeit der Waffenpässe wurde eine eigene Bestimmung erlassen. Das Parlament in Rom hat verfügt, dass alle Waffenpässe, die zwischen 31. Jänner 2020 und 31. Juli 2020 verfallen, bis zum 29. Oktober 2020 gültig bleiben.

Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Jäger die Frage, wie sie bei der Verlängerung ihres Waffenpasses am besten vorgehen sollen.
Unsere Empfehlung lautet wie folgt: Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man trotzdem wie bisher mindestens 30 Tage vor dem Verfall des Dokumentes (als Stichtag das Datum hernehmen, welches im Jagdgewehrschein abgedruckt ist) um die Erneuerung des Waffenpasses ansuchen. So stellt man sicher, dass die Konzessionsgebühr ordnungsgemäß eingezahlt ist.

Es wurde von den zuständigen Stellen nämlich bislang noch nicht geklärt, ob nur der Jagdgewehrschein gültig bleibt, oder ob auch die Konzessionsgebühr bis zum 29. Oktober 2020 gestundet wird. Sucht man also erst im Oktober um die Verlängerung des Waffenpasses an (mit der derzeitigen Ausnahmeregelung aufgrund der Corona-Epidemie wäre das ja möglich), könnte es sein, dass bei einer Kontrolle die nicht fristgerechte Einzahlung der Konzessionsgebühr beanstandet wird. In so einem Fall droht eine Verwaltungsstrafe von rund 300 Euro.

Deshalb noch einmal unsere Empfehlung: Sucht rechtzeitig um die Erneuerung des Waffenpasses an und meidet diese rechtliche Grauzone.

Die Übersicht zu weiteren aktuellen Fragen und Antworten kann hier abgerufen werden: Downloads

 

14.10.2020 – Achtung: Update zu der Gültigkeit der Waffenpässe siehe hier.