Coronavirus – Wie geht es weiter?

Coronavirus – Wie geht es weiter?

18. März 2020

Liebe Jägerinnen und Jäger,

das Coronavirus bedeutet für uns alle eine große Herausforderung und eine Veränderung unserer bisherigen Gewohnheiten. Der Südtiroler Jagdverband nimmt diese Situation sehr ernst und sucht derzeit nach Lösungen, um unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen die Trophäenbewertungen und die Abschussplanung durchführen zu können. Trotzdem werden viele der in der nächsten Zeit geplanten Veranstaltungen abgesagt werden müssen.
Wir bemühen uns, Sie über die weitere Vorgangsweise auf dem Laufenden zu halten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass einzelne Themen zuerst interne Abklärungen mit Behörden und Kooperationspartnern erfordern, bevor wir Näheres bekanntgeben können.
Wir wünschen allen Jägerinnen und Jägern die nötige Ruhe und Gelassenheit, um gut durch diese bewegte Zeit zu kommen und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Mit einem kräftigen Weidmannsheil

Ihr Landesjägermeister
Günther Rabensteiner

Achtung bei Übertretungen der Vorschriften zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus!

Achtung bei Übertretungen der Vorschriften zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus!

13. März 2020

Liebe Jägerinnen und Jäger,

ein wichtiger Hinweis an Euch alle.
Die Nichteinhaltung der Vorschriften des Präsidenten des Ministerrates zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus stellt einen Straftatbestand dar (Art. 650 StGB). Bei Übertretung droht eine Haftstrafe von bis zu drei Monaten oder eine Geldbuße von bis zu 206 Euro.

Eine Übertretung riskiert, wer ohne triftigen Grund unterwegs ist. Als triftige Gründe gelten nachgewiesene notwendige Arbeitsgründe, Gesundheitsgründe oder unbedingte Notwendigkeiten.

Wer gegen die vorgenannten Auflagen verstößt, kann im Falle einer Anzeige auch Schwierigkeiten mit seinem Waffenpass bekommen. Im Sinne von Art. 10, 11 und 43 des Einheitstextes der Sicherheitsgesetze Nr. 773/1931 (T.U.L.P.S.) obliegen Ausstellung, Aussetzung und Widerruf des Waffenscheines dem Ermessen des Quästors.

Halten wir uns an die Vorgaben und zeigen Verantwortungsbewusstsein!

Mit einem kräftigen Weidmannsheil

Günther Rabensteiner
Landesjägermeister

Parteienverkehr in der Geschäftsstelle vorläufig ausgesetzt

Parteienverkehr in der Geschäftsstelle vorläufig ausgesetzt

10. März 2020

Sehr geehrte Revierleiter, liebe Funktionäre und Mitglieder,

unter Berücksichtigung der derzeitigen Gefährdungssituation und der einschlägigen Dekrete des Ministerpräsidenten und des Landeshauptmanns wird der Parteienverkehr in der Geschäftsstelle vorläufig ausgesetzt.

Unsere Mitarbeiter stehen Euch für jegliche Fragen und Anliegen per E-Mail und Telefon zur Verfügung.

 

Vielen Dank für Euer Verständnis

Günther Rabensteiner
Landesjägermeister

Hegeschauen abgesagt

Hegeschauen abgesagt!

6. März 2020

Leider können die Hegeschauen in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden.

Nach Überprüfung des Dekrets des Ministerpräsidenten vom 4. März 2020, welches äußerst restriktive Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 vorsieht, wurde in Absprache mit den Bezirksjägermeistern beschlossen, die Hegeschauen für dieses Jahr abzusagen.

Auch die Bewertung der Trophäen ist auf unbestimmte Zeit verschoben (Dekret des Ministerpräsidenten vom 08.03.2020, die Verfügung Nr. 648 vom 09.03.2020 sowie die Dringlichkeitsmaßnahme des Landeshauptmanns Nr. 6 vom 09.03.2020).

FSME – Eine Impfung kann Leben retten

FSME – Eine Impfung kann Leben retten

28. Februar 2020

Wie schon in den vergangenen Jahren wurden auch im Jahr 2019 einige durch Zecken übertragene FSME- und Borreliose-Fälle in Südtirol gemeldet. Vor allem Jäger, Bauern, Förster und andere Personen, die häufig in Wäldern, Wiesen und Risikogebieten mit hohen Zeckendichten unterwegs sind, sollten sich schützen.

Die durch einen Zeckenstich auf den Menschen übertragbare FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Viruserkrankung, für die es keine medikamentöse Behandlung gibt. Erste Symptome wie hohes Fieber werden oft falsch eingeschätzt und die Diagnose erst richtig gestellt, wenn Schmerzen und Entzündungen der Hirn- und Rückenmarkshäute dazukommen. Die Krankheit kann schwere Folgen wie Lähmungen, epileptische Anfälle oder psychische Auffälligkeiten haben. Aufgrund der fehlenden Behandlungsmöglichkeit ist es daher besonders wichtig, sich vorbeugend gegen das Virus impfen zu lassen und dadurch das Risiko einer Erkrankung an FSME zu minimieren.

Zum Schutz vor einer FSME-Infektion müssen insgesamt drei Teilimpfungen innerhalb bestimmter Zeitabstände gemacht werden. Mit einer Impfdosis allein ist der Schutz nicht gegeben! Eine Auffrischung wird alle drei bis fünf Jahre empfohlen.

Die Impfung ist seit 01.01.2018 für alle in Südtirol ansässigen Personen kostenlos!

Termine werden von der einheitlichen Landesvormerkungsstelle für die Vorsorge (ELVS-Vorsorge) unter der Telefonnummer 0472 973 850 oder per E-Mail ( elvs-vorsorge@sabes.it) vergeben.

 

Gamsräude – erste Fälle nun auch im Unterland

Gamsräude – erste Fälle nun auch im Unterland

5. März 2020

Außergewöhnlich groß war im Vorjahr und ist derzeit das Gebiet, in dem Räudefälle festgestellt werden. Das äußert sich auch in den Zahlen. Allein im Vorjahr sind landesweit 389 Krankheitsfälle verzeichnet worden, in den ersten beiden Monaten dieses Jahres waren es bereits 110 Fälle. Es gibt zwei große Seuchenherde, der eine im Gebiet zwischen Pfunders, Terenten, Mühlwald und Gais, hier sind im Vorjahr ca. 110 festgestellte Krankheitsfälle bei Gamsen verzeichnet worden, der zweite Seuchenherd liegt in den Dolomiten und hat insbesondere die Gamsbestände in der Puez-Geisler Gruppe, aber auch jene in den Revieren Kastelruth oder Enneberg in Mitleidenschaft gezogen. Wie bereits in der Vergangenheit geht ca. die Hälfte aller bekannt gewordenen Krankheitsfälle auf Hegeabschüsse durch die hauptberuflichen Jagdaufseher zurück. Ein Drittel der Fälle ist verendet aufgefundenes Fallwild, der Anteil an räudigen Gamsen, die im Zuge der regulären Jagdausübung zur Strecke kommen, ist mit 41 Gamsen wie gewohnt überschaubar.

Wie die Jagdaufseher berichten, ist auch von der Steinwildkolonie Eisbruggspitze in den Pfunderer Bergen nur mehr ein kleiner Restbestand übrig geblieben. Bis heute sind 58 Verlustfälle durch Gamsräude bekannt geworden, hinzu kommen zahlreiche Tiere, die erblindet und in der Folge eingegangen sind.

Vor zwei Wochen sind schließlich auch im Unterland, und hier in den Revieren Aldein, Auer, Leifers und Branzoll erste Räudefälle bekannt geworden. Die Krankheit hat nun, wie schon seit längerem befürchtet, auch den gesamten Regglberg erfasst.