Herbstbalz im Haselhuhnrevier

Herbstbalz im Haselhuhnrevier

7. Oktober 2021

Das Haselhuhn ist das kleinste heimische Raufußhuhn. Die monogamen Tiere sind fast das ganze Jahr über als Paar im gemeinsamen Revier unterwegs. Nur während der Jungenaufzucht zwischen Mai und August hält der Hahn Abstand zum Gesperre. Zwischen September und November geht es dann los mit der Herbstbalz. In dieser Zeit finden sich die Paare nach der Jungenaufzucht wieder zusammen und festigen ihr Revier. Dabei zeigen sie Imponierverhalten, fächern ihren Schwanz auf und spreizen Flügel und Kehlbart, singen und tragen gelegentlich Kämpfe mit Rivalen aus. Zur Paarung kommt es erst im Frühjahr.

Den Winter hindurch verbringen die Paare gut versteckt im dichten Wald. In den Bäumen sitzend werden die Knospen und Kätzchen von Hasel, Erle, Pappel und Weide abgeknabbert. Nadelbäume dienen zur Deckung und zum Schutz vor Feinden wie dem Habicht. Aufgrund der schlechten Sicht im teils dichten Gestrüpp verständigen sich Haselhühner gerne durch Kontaktlaute, Alarmrufe und dem Flügelburren beim Auffliegen.

Mit Einzug des Frühlings wird es Zeit für die Paarung. Bereits im März starten die Hähne mit dem Spissen, dem typischen Balzgesang. Bei seinem Gesang reißt der Hahn den Schnabel weit auf, bläht die Brust auf und vibriert mit dem Schwanz. Im ersten Moment erinnert der Gesang eher an den eines Goldhähnchens als an den eines Raufußhuhnes. Das hohe Pfeifen des Hahnes trägt sich auch nicht weit durch die Vegetation, weil die hohen Töne stärker gefiltert werden. Trotzdem erreicht der Gesang die Henne und lädt zur Paarung ein.

Ab April legt die Henne sechs bis neun Eier in eine Mulde am Boden. Das Nest liegt oft gut getarnt am Fuß eines Baumes. Bis zu vier Wochen lang bebrütet die Henne die Eier, das Männchen bleibt immer in der Nähe. Sollte ein Gelege ausfallen, kann das Paar auf diesem Weg gleich mit einer Zweitbrut beginnen. Nach dem Schlüpfen distanziert sich der Hahn und die Henne führt ihre Küken alleine. Die Gesperre mit Henne und Küken lösen sich im August auf und die Jungvögel suchen sich ihre eigenen Reviere. Dann kommt auch schon wieder der Herbst und das Spiel beginnt von Neuem.

Das AVIMUNDUS Schlanders erstrahlt in neuem Glanz

Das AVIMUNDUS Schlanders erstrahlt in neuem Glanz

23. September 2021

Foto: Ulrich Pfeifer

Im August wurde das neue AVIMUNDUS, eines von fünf Besucherzentren des Nationalpark Stilfserjoch, eröffnet. Das nach zwei Jahren fertiggestellte Gebäude in der Schlanderser Fußgängerzone widmet sich ganz den Vögeln und ihrer Welt.

Die Dauerausstellung zeigt eine beeindruckende Sammlung von rund 400 Vogelpräparaten, die Hansjörg Götsch in über 40 Jahren aufgebaut hat. Man lernt die Lebensräume der Vögel in Südtirol und ihre Gesänge kennen und erfährt viele interessante Dinge über Federn, Nestbau und den Flug der Tiere. Auch die Geschichte des Nationalparks findet in den Räumlichkeiten Platz.

„Besonders für Jungjäger ist die Ausstellung interessant“, sagt Götsch. Der ehemalige Jagdaufseher hat über viele Jahre Jungjäger auf die Jägerprüfung vorbereitet und weiß um die Schwierigkeiten der Anfänger. „Die ausgestellten Präparate sind bei der Prüfungsvorbereitung Gold wert. Damit bekommt man ein Gefühl für die Größenverhältnisse und die Besonderheiten der Tiere. Ein Buch kann da nicht mithalten“, so Götsch.

Das Besucherzentrum hat viel zu bieten und ist auch Anlaufstelle für viele Schulen. Selbst für Profis wartet die Ausstellung mit der ein oder anderen Überraschung auf.

Alle Informationen zum neuen AVIMUNDUS und den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Der Eingangsbereich des neuen AVIMUNDUS ist hell und einladend. Ein dreidimensionales Modell des Nationalpark Stilfserjoch wird durch Lichteffekte zu einem besonderen Hingucker.

Foto: SJV

Natur zum Anfassen. Dieser Vogelschädel wirkt in der Hand beinahe so leicht wie eine Feder.

Foto: SJV

Im ersten Stock gibt es allerlei wissenswertes zu Federn, Nestern und Eiern zu entdecken. Die Gesänge der Vögel können gezielt abgespielt werden.

Foto: SJV

Die ausgestellten Präparate sind besonders hochwertig. Befiederte Ständer, Balzstifte an den Zehen – so gut aufbereitet macht diese Auerhenne eine gute Figur.

Foto: SJV

Online-Vortrag: Südtiroler Wolfsmanagement zwischen Autonomie, Rom und Brüssel

Online-Vortrag: Südtiroler Wolfsmanagement zwischen Autonomie, Rom und Brüssel

15. September 2021

Im Rahmen einer Vortragsreihe des Lehrstuhles für öffentliches Recht und Recht des ländlichen Raums an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern findet am Donnerstag, 16. September 2021 ein Online-Vortrag via Zoom statt. Der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes Benedikt Terzer erklärt am Beispiel Südtirol die verschiedenen rechtlichen Ebenen, die im Umgang mit dem Wolf zum Tragen kommen.

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Nach den Vorträgen bleibt Zeit für Diskussion und Begegnung zwischen Wissenschaft und Praxis. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Termin: Donnerstag, 16. September 2021 von 18.15–19.30 Uhr

Vortrag in deutscher Sprache

Mehr Infos hier.

Live-Streaming unter: unilu.zoom.us/j/69055661012

Meeting-ID: 690 5566 1012

Kenncode: 456560

Fotowettbewerb Schloss Runkelstein: Die Gewinner stehen fest

Fotowettbewerb Schloss Runkelstein: Die Gewinner stehen fest

15. September 2021

Im Rahmen der Ausstellung „Mensch und Jagd in Alttirol“, die noch bis zum 9. Jänner 2022 auf Schloss Runkelstein besucht werden kann, wurde vor Kurzem ein Fotowettbewerb ausgeschrieben zum Thema: „Wildtiere und ihr Lebensraum“. Aus allen Einsendungen hat die Jury nun die drei schönsten Bilder ausgewählt. Zusätzlich wurde das Foto mit den meisten Likes auf Facebook und Instagram zum „Publikumsliebling“ gekürt.

Platz 1: Carlo Girardi, “Il re gipeto Barbuto”

Platz 2: Thomas Gantioler, “Das geheimnisvolle Alpenschneehuhn“

Platz 3: Christian Lentini, „Il solitario”

Publikumsliebling: Alessandro Farina, “La natura delle piccole cose”

Landesjagdhornbläsertreffen auf Schloss Runkelstein

Landesjagdhornbläsertreffen auf Schloss Runkelstein

9. September 2021

Es ist schon ein Gänsehautmoment, wenn 120 Jagdhornbläser in festlichem Aufzug im altehrwürdigen Innenhof des Schlosses Runkelstein gemeinsam in die Hörner stoßen. Am Sonntag, 5. September 2021, fanden sich gut die Hälfte der 27 Jagdhornbläsergruppen des Landes zum Landesjagdhornbläsertreffen ein, um einen gemeinsamen Tag im Zeichen dieses wunderschönen Instrumentes zu verbringen. Nach dem gemeinsamen Spiel unter der Leitung von Landeshornmeister Josef Pircher zelebrierte Hans Duffek den Wortgottesdienst. Der Jägerchor St. Leonhard umrahmte die Messe.

Andreas Pircher, Landesobmann der Südtiroler Jagdhornbläser freute sich, die neue Präsidentin der Stiftung Bozner Schlösser, Burgi Volgger als Hausherrin, den ehemaligen Geschäftsführer des SJV Heinrich Aukenthaler, den Landesjägermeister Günther Rabensteiner und Benedikt Terzer, Geschäftsführer des SJV sowie den ehemaligen Landeshornmeister Pio Pescoller und den Kammerabgeordneten Albrecht Plangger als Ehrengäste begrüßen zu dürfen. „Seit Beginn der Pandemie gab es für uns alle keine Auftritte, Hubertusfeiern und Probentätigkeit. Umso schöner ist es heute, hier zusammen zu kommen. Das Jagdhornblasen ist gelebte Jagdkultur und ein wichtiger Botschafter für die Jagd, “ so Pircher.

Viele der Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um die Ausstellung „Mensch und Jagd in Alttirol“ zu besuchen, die noch bis zum 9. Jänner 2022 auf Runkelstein zugänglich ist. Am Nachmittag standen Auftritte der einzelnen Jagdhornbläsergruppen auf dem Programm, bevor der Tag mit einem gemeinsamen Spiel aller Teilnehmer und unter den Klängen der Musikgruppe „Die Jägerkrainer“ seinen Ausklang fand.

Die schönsten Bilder

Der Landesobmann der Südtiroler Jagdhornbläser Andreas Pircher freute sich, dass nach einer so langen Zeit des Stillstandes, ohne Probenmöglichkeit und Auftritte, wieder ein Treffen möglich war.

Die Jagdhornbläsergruppe Similaun Schnals

Landeshornmeister Josef Pircher aus Schenna dirigierte die Jagdhornbläser aus allen Landesteilen Südtirols.

120 Teilnehmer kamen nach Schloss Runkelstein, um einen gemeinsamen Tag im Zeichen des Parforce-Hornes zu verbringen.

Der Jägerchor St. Leonhard umrahmte den Wortgottesdienst.

Die Gruppe Hühnerspiel Lüsen

Die Jagdhornbläser Lana

Jagdhornbläsergruppe Hirschruf Graun

Die Gruppe St. Hubertus Schlanders

Die Schenner-Jagdhornbläser

Die Hubertusbläser Naturns mit Landesobmann Andreas Pircher (2. v.r.)

Kammerabgeordneten Albrecht Plangger (li), hier mit SJV-Geschäftsführer Benedikt Terzer (re), kam als begeistertet Jagdhornbläser bei der Gruppe Hirschruf Graun zum Landesjagdhornbläsertreffen.

Landesjägermeister Günther Rabensteiner (re) und Hornmeister der Bläsergruppe Hirschruf, Stefan Georg Stecher (li) genossen das Landesjagdhornbläsertreffen in den geschichtsträchtigen Mauern des Schlosses Runkelstein.

Auch der stellvertretende Amtsdirektor Andreas Agreiter und der Bezirksjägermeister von Brixen Rino Insam zählen zu den rund 270 aktiven Jagdhornbläsern Südtirols.

Landesjägerschießen 2021: Eva Maria Kürner und Walter Spechtenhauser sind die besten Schützen des Landes

Landesjägerschießen 2021: Eva Maria Kürner und Walter Spechtenhauser sind die besten Schützen des Landes

4. September 2021

Die Sieger in der Wertung Repetierer

Von links: Landesschießreferent Edl von Dellemann, Ferdinand Folie aus Graun (2. Platz), die Siegerin Eva Maria Kürner, Florian Leitner aus Mareit (3. Platz), Vize-Landesjägermeister Eduard Weger und Dietrich Spiess, Revierleiter des veranstaltenden Reviers Taufers im Münstertal.

Die Sieger in der Wertung Kipplauf

Von links: Landesschießreferent Edl von Dellemann, der Sieger Walter Spechtenhauser aus Riffian, Peter Paul Thaler aus dem Sarntal (2.), Vize-Landesjägermeister Eduard Weger und Dietrich Spiess, Revierleiter von Taufers.

Am heutigen Samstag wurde auf dem Schießstand von Taufers im Münstertal das 20. Landesjägerschießen der Südtiroler Jägerschaft ausgetragen. 230 Jägerinnen und Jäger aus dem ganzen Land haben sich daran beteiligt. Geschossen wurde in zwei Kategorien und zwar in der Kategorie Kipplauf und Repetierer.  

Beim Landesjägerschießen können die Jägerinnen und Jäger die Zielgenauigkeit ihrer Jagdwaffe überprüfen sowie ihre Treffsicherheit und Fertigkeit im Umgang mit dem Gewehr unter Beweis stellen. Darüber hinaus bietet sich eine schöne Möglichkeit zum geselligen Zusammensitzen und Erfahrungsaustausch über die Reviergrenzen hinaus.

Nach dem spannenden Wettbewerb, der sich über den ganzen Tag hinzog, belegten Eva Maria Kürner (Bezirk Vinschgau), Ferdinand Folie (Bezirk Vinschgau) und Florian Leitner (Bezirk Sterzing) in der Kategorie Repetierer die ersten Plätze. Walter Spechtenhauser (Bezirk Meran), Peter Paul Thaler (Bezirk Bozen) und Martin Mair (Bezirk Sterzing) erzielten in der Kategorie Kipplauf die meisten Punkte.

Zusätzlich zur Einzelwertung wurde eine Mannschaftswertung ausgetragen, wobei die fünf besten Schützen jedes Bezirks gewertet wurden. Landesmeister wurde die Mannschaft Bezirk Vinschgau vor dem Bezirk Meran und dem Bezirk Sterzing.

Von den 230 Teilnehmer haben 73 Schützen mehr als 30 Ringe erzielt und somit das Leistungsabzeichen des Jagdverbandes in Gold erhalten, 79 jenes in Silber und 78 jenes in Bronze.

Vize-Landesjägermeister Eduard Weger, Landesschießreferent Edl von Dellemann und sein Organisationsteam zeigten sich sehr zufrieden und bedanken sich bei allen Spendern von Sachpreisen für die Tombola und bei den Sponsoren, die das Landesschießen oder auch eines der Bezirksschießen des Landes unterstützt haben.

 

Hier finden Sie die Ergebnisse:

Jubiläumstombola zum 20-jährigen Landesschießen

Hier finden Sie die gezogenen Nummern der Verlosung.

 

Die Preise sind bis 31.12.2021 abzuholen bzw. einzulösen.

Auskünfte erteilt der Revierleiter Dietrich Spiess unter Tel. +41 79 405 96 36 oder Tel. +39 380 144 33 98
E-Mail: dspiess@foffa-conrad-holzbau.ch