Kitzrettung 2026: Über 1.000 Freiwillige im Einsatz

Kitzrettung 2026: Über 1.000 Freiwillige im Einsatz

27. August 2026

Zeitig in der Früh aufstehen hieß es auch heuer wieder einige Wochen lang in den Monaten Mai und Juni für zahlreiche Südtiroler Jägerinnen und Jäger. Und das nicht, weil sie auf die Jagd gingen, sondern weil sie gemeinsam mit Landwirten, Jagdaufsehern und Freiwilligen die Wiesen nach Kitzen absuchten, um diese in Sicherheit zu bringen bevor die Mähmaschinen anrollen. Vor allem Rehgeißen, aber auch Häsinnen legen ihren Nachwuchs im hohen Gras ab, während sie auf Nahrungssuche gehen. Dort sind Kitze und Junghasen zwar gut geschützt vor Fuchs, Wolf und anderem Raubwild, doch wenn sie unter die Mähmaschine geraten, gehen sie in den allermeisten Fällen schwerstverletzt qualvoll zugrunde.

Mehr als 2.600 Kitze gerettet

„Das ehrenamtliche Engagement der an die 1000 Kitzretter des Landes ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Tierleid“, so der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes Benedikt Terzer. Im Jahr 2026 wurden insgesamt 2.634 Kitze gerettet. 2026 wurden damit mehr Kitze aus den Wiesen geholt als im Vorjahr. Den Grund kennt Landesjägermeister Günther Rabensteiner: „Mittlerweile setzen 110 von 113 Reviere Wärmebilddrohnen ein, diese Technik verbessert die Kitzrettung enorm.“

 

Die Rehkitze werden mit Transportboxen aus der Wiese und in Sicherheit gebracht, bevor die Mähmaschine anrollt. Das Revier Hafling ist eines der 113 Jagdreviere Südtirol, welche Kitzrettung durchführen.

Aktuell sind landesweit rund 80 Drohnen im Einsatz. Wo es geht, helfen sich die Reviere gegenseitig mit der kostspieligen Technik aus. Seit 2025 unterstützt die Stiftung Südtiroler Sparkasse deren Ankauf und griff insgesamt schon 44 Revieren finanziell unter die Arme.

Netzwerk Kitzrettung

Um das Engagement der vielen Freiwilligen auch ideell zu stärken wurde 2025 unter der Schirmherrschaft der Autonomen Provinz Südtirol das Netzwerk Kitzrettung gegründet. Es setzt sich aus 15 Akteuren der Bereiche Landwirtschaft, Jagd, Natur- und Tierschutz zusammen und will ein Signal der Wertschätzung setzen.

Der Haflinger Revierleiter Armin Unterhauser mit Drohnenpilotin Nadja Plank. 

Ergebnisse der Kitzrettungssaison 2026

1.073 Freiwillige

113 beteiligte Jagdreviere

15.000 aufgebrachte ehrenamtliche Stunden (davon 9.000 Stunden mit Drohne)

2.634 gerettete Kitze

322 gemeldete vermähte Kitze

Gleich nach der Mahd werden die Kitze wieder in die Freiheit entlassen.

Fotos: Franziska Raffl-Steiner

WILD-RAGÙ: Rezepte für eine zeitgemäße Jagd

WILD-RAGÙ: Rezepte für eine zeitgemäße Jagd

10. August 2026

Zwischen Romantisierung, Angst und politischen Konflikten stellt sich eine grundlegende Frage: Wie kann das Zusammenleben von Mensch und großen Beutegreifern in einer dicht genutzten Kulturlandschaft gelingen?

Folge 8

Wolf und Bär in unserer Kulturlandschaft

Anita Rossi spricht mit der Wildtierbiologin Michaela Skuban über jahrzehntelange Forschung in den Karpaten, in der Schweiz und in Tirol, über Herdenschutz, Monitoring und den Umgang mit Konflikten. Im zweiten Gespräch erklärt Senator Luigi Spagnolli, warum wissenschaftliche Erkenntnisse auch politische Entscheidungen brauchen – und welche Herausforderungen das Management heute für Politik, Verwaltung und Gesellschaft mit sich bringt.

Alle Folgen findet ihr auf unserer Podcast-Seite.
Hört jetzt rein!

Ein Dank an Swarovski Optik für die Unterstützung!

Coole Wildtiere

Coole Wildtiere 

23. Juli 2026

Foto: Christanell Lukas

Wenn die Temperaturen steigen, wird es auch für Wildtiere anstrengend. Ob schwitzen, hecheln, suhlen oder Wärme über die Ohren abgeben – die Natur hat jede Menge Strategien zum Abkühlen parat. Trotzdem bedeutet extreme Hitze Stress für viele Wildtiere.

Deshalb gilt: Abstand halten, Ruhe gönnen und Lebensräume schützen.

Mehr dazu in unserer aktuellen Jägerzeitung.

Giftködertraining für Jagdhunde

Giftködertraining für Jagdhunde

16. Juli 2026

Giftköder sind eine ernsthafte Gefahr für Jagdhunde. In diesem praxisnahen Kurs zeigen wir, wie man dem Hund antrainiert, gefundene Futterstücke zuverlässig zu ignorieren oder anzuzeigen.

Termin 1:     6. und 20. August 2026, 9 bis 12 Uhr
Termin 2:   10. und 17. September 2026, 9 bis 12 Uhr

Teilnahmegebühr: 70,00 € (vor Ort zu bezahlen)

Ort: Hundeschule Assistance Dog, Oberplanitzing, Eppan

Anmeldung via Anmeldeformular: https://forms.cloud.microsoft/r/Xx1tuCHs3v

Achtung, begrenzte Teilnehmerzahl!

Eine gemeinsame Initiative der Vereinigung der Südtiroler Schweiß- und Gebrauchshundeführer, des Südtiroler Jagdverbandes und der Hundeschule Assistance Dog.

Auf den Spuren der Wildtiere in der Kinderstadt MiniBZ

Auf den Spuren der Wildtiere in der Kinderstadt MiniBZ

9. Juli 2026

Foto: Franziska Raffl Steiner

Vom 22. Juni bis zum 3. Juli wurde die Messehalle Bozen zur MiniBZ-Kinderstadt. Rund 1.000 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren erkundeten verschiedene Berufsfelder und leiteten ihre eigene kleine Stadt.

Ein fixer Bestandteil der Kinderstadt war auch heuer wieder die Mini-Universität, die zum Forschen, Entdecken und Lernen einlud. Auch der Südtiroler Jagdverband war wieder mit dabei. An zwei Tagen schlüpfte unsere Mitarbeiterin Katharina Erlacher in die Rolle der Uni-Professorin und nahm die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf Spurensuche. Welche Spuren hinterlassen Wildtiere im Wald? Und von welchem Tier stammen die Kotbällchen auf der Almwiese? Mit dem Lehrmaterial des Südtiroler Jagdverbandes wurden die Kinder selbst zu kleinen Fährtenlesern. Sie studierten Fährten und Lebensräume und kamen den heimischen Wildtieren Schritt für Schritt auf die Spur.

Neben dem Südtiroler Jagdverband beteiligten sich viele weitere Organisationen und Institutionen an der Gestaltung der MiniBZ und boten den jungen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern ein abwechslungsreiches Programm.

Wildtier SOS – Wann helfen, wann nicht?

Wildtier SOS – Wann helfen, wann nicht?

7. Juli 2026

Die Kampagne „Wildtier SOS – Wann helfen, wann nicht?“ gibt Tipps zum richtigen Umgang mit hilfsbedürftigen Vögeln und Säugetieren, darunter auch Igel und Fledermäuse. Die Infohefte und Poster werden in den Forststationen und Forstinspektoraten, Naturparkhäusern und Infostellen, in Nationalparkhäusern, beim Landesamt für Natur, beim Landesamt für Wildtiermanagement, im Naturmuseum Südtirol, beim Südtiroler Jagdverband, beim Pflegezentrum für die Vogelwelt und kleine Wildsäugetiere in Südtirol CRAB, im Pflegezentrum für Vogelfauna Schloss Tirol, beim betrieblichen tierärztlichen Dienst sowie in Kleintierarztpraxen, bei der Quästur und den Carabinieri aufgelegt.

Weitere Informationen gibt es hier: jagdverband.it/wildtier-sos/