Landeshubertusmesse 2026

Landeshubertusmesse 2026

19. Oktober 2026

Der heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jagd. Zu seinen Ehren veranstalten der Südtiroler Jagdverband und die Jagdbezirke Unterland und Bozen am 24. Oktober eine landesweite Landeshubertusmesse in Tramin und danken für ein erfolgreiches, sicheres Jagdjahr und für die Gaben der Natur. Dabei wird die von Dietmar Rainer arrangierte Südtiroler Hubertusmesse für Jagdhornbläser, Pauke, Orgel, Kantoren und Jägerchor aufgeführt.

Vor und nach der Messe lädt die Traminer Jägerschaft alle Besucher zu einem Umtrunk mit Wildspezialitäten im Freien ein. Alle Interessierte, ob Jäger oder Nichtjäger, sind herzlich willkommen und können sich auf einen Abend in gemütlicher Runde freuen.

Programm

18:00 Uhr – Pfarrkirche Tramin

Feierliche Hubertusmesse mit Hochw. Prof. Markus Moling
Musikalische Umrahmung durch die Südtiroler Jagdhornbläser und den Jägerchor Passeier

ab 16:00 Uhr – Rathausplatz Tramin

Geselliger Umtrunk mit Wildspezialitäten

 

Weitere Infos finden Sie hier!

Hochgebirgsjagd im Wandel

Hochgebirgsjagd im Wandel

15. Oktober 2026

Foto: Tiroler Jägerverband

Vom 9. bis 11. Oktober kamen die Vertreter der Jagdverbände aus Österreich, Slowenien und Italien im Pitztal zusammen, um über aktuelle Zukunftsfragen der Jagd zu beraten. Der Alpenraum ist ein einzigartiger Lebensraum. Doch Klimawandel, geänderte Umweltbedingungen und neue gesellschaftliche Anforderungen stellen Wildtiere und Jagd vor wachsende Herausforderungen.

Anlässlich ihrer 72. Tagung zum Thema „Hochgebirgsjagd im Wandel“ erklären die Mitgliedsverbände der AGJSO:

Verantwortung für Wild und Lebensraum

Nachhaltige Hochgebirgsjagd bedeutet Verantwortung für gesunde Wildpopulationen und intakte Lebensräume. Dazu gehört auch, die zunehmende Tourismus- und Freizeitnutzung mit den Bedürfnissen der Wildtiere in Einklang zu bringen und bei Bedarf durch geeignete Besucherlenkung störungsarme Rückzugsräume zu sichern.

Wissen und Zusammenarbeit

Monitoring, wissenschaftliche Erkenntnisse und die Erfahrung der Jägerinnen und Jäger bilden gemeinsam die Grundlage verantwortungsvoller Entscheidungen. Da Wildtiere keine Grenzen kennen, muss Wildtiermanagement populationsbezogen und über administrative und staatliche Grenzen hinweg gedacht werden.

Schutz braucht Management

Schutz und nachhaltige Nutzung sind keine Gegensätze. Wo es die Entwicklung von Wildpopulationen und Lebensräumen erfordert, muss aktives, fachlich begründetes Wildtiermanagement möglich sein. Die Jägerschaft steht bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Unser gemeinsamer Auftrag

Die AGJSO bekennt sich zu einer Hochgebirgsjagd, die Tradition und Wissenschaft, Erfahrung und Innovation sowie Nutzung und Verantwortung miteinander verbindet. Gemeinsames Ziel ist es, die Wildtiere und Lebensräume des Alpenraumes zu erhalten und eine nachhaltige Jagd auch für kommende Generationen zu sichern. Für das Wild. Für seine Lebensräume. Für eine verantwortungsvolle Jagd im Alpenraum.

Das Rotwild – Tier des Jahres 2026

Das Rotwild – Tier des Jahres 2026

08. Oktober 2026

Foto: Oskar Kuppelwieser

In den letzten Wochen machte der Hirsch in unseren Rotwildrevieren wieder lautstark auf sich aufmerksam. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat diese wunderschöne Tierart heuer zur Tierart des Jahres gemacht und wartet mit einer Vielzahl hochinteressanter Publikationen zum Thema auf, um möglichst viele Menschen über die Lebensweise und die Bedürfnisse des Rothirschs und seiner Verwandten zu informieren.

Diese sind als PDF zum direkten Download verfügbar oder können über den Publikationsshop der Stiftung bestellt werden.

https://r.news.deutschewildtierstiftung.de/mk/mr/sh/1t6AVsd2XFnIGFBucAuZHSdXWBR2da/RpKxlhY0dPKm

 

WILD-RAGÙ: Rezepte für eine zeitgemäße Jagd

WILD-RAGÙ: Rezepte für eine zeitgemäße Jagd

1. Oktober 2026

Wenn Menschen mit Hunden jagen, treffen zwei ziemlich unterschiedliche Welten aufeinander: menschliche Planung und tierischer Instinkt, Ausbildung und angeborene Fähigkeiten, Kontrolle und Selbstständigkeit.

Folge 10

Lust auf Jagdhund: Zurück zu den Ursprüngen

Anita Rossi spricht mit Paul Gassebner darüber, was einen Jagdhund überhaupt ausmacht – und landet damit schnell bei Fragen, die alle Hundehalter:innen betreffen. Was bedeutet artgerechte Haltung? Was passiert, wenn Hunde im Wald freilaufen oder Wild verfolgen? Und welche Mythen über Hunde halten sich besonders hartnäckig hierzulande?
Im zweiten Gespräch geht es mit Andreas Girardini auf Hasenjagd. Er erklärt, wie ein Jagdhund arbeitet, warum Spurlaut und eine gute Nase allein noch keinen guten Jagdhund machen und weshalb beim Brackieren vor allem eines gefragt ist: Vertrauen. Denn der Hund arbeitet weitgehend selbstständig und führt den Menschen damit ein Stück weit zurück zu den Ursprüngen der Jagd.

 

Alle Folgen findet ihr auf unserer Podcast-Seite.

Hört jetzt rein!

Ein Dank an Swarovski Optik für die Unterstützung!

KochWerkstatt: Wild kochen

KochWerkstatt: Wild kochen

24. September 2026

Sind Sie Jäger oder Jägerin und würden Sie gerne vom Profi erfahren, wie Sie das erlegte Tier ideal zerwirken und wie Sie Wild am köstlichsten zubereiten? Dann ist dieser zweitägige Workshop genau das richtige für Sie. Gemeinsam mit dem Küchenchef des Berggasthofs Dorfner in Gschnon/Montan Anton Dalvai und in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jagdverband erfahren Sie allerlei Wissenswertes zur kulinarischen Seite der Jagd.

In der ersten Einheit am Dienstag, 10. November 2026 treffen wir uns direkt im Berggasthof Dorfner in Gschnon/Montan. Nach der entsprechenden Reifung wird das bereits aus der Decke geschlagene Wildbret zerwirkt. Sprich, es wird grob zerlegt, damit es dann portionsweise zubereitet bzw. evtl. eingefroren werden kann. Dabei wird explizit aufgezeigt, wie das Wildbret zerwirkt werden sollte, um es dann der Gastronomie anzubieten. Im Rahmen dieser Einheit kommt auch der kulinarische Teil nicht zu kurz, denn es werden gemeinsam besondere kreative Gerichte zubereitet.

In der zweiten Einheit am Donnerstag, 12. November 2026 beschäftigt sich die Gruppe im Gustelier in Bozen dann ausschließlich mit dem kulinarischen Teil, sprich dem Zubereiten einiger besonderer Wildgerichte. Dabei widmen sich die Teilnehmer/innen gemeinsam mit dem Referenten jedem Teil des Tieres, von Träger, Rippen, Schulter bis hin zu den Edelteilen. Anschließend werden die Gerichte gemeinsam verkostet.

Der Workshop kann nur im Paket gebucht werden:

Teil 1 im Berggasthof Dorfner

Teil 2 im Gustelier in Bozen

 

Inhalte & Inklusivleistungen:

  • Professionelle Workshopbegleitung durch einen erfahrenen Südtiroler Küchenchef
  • Professionelle Begleitung durch einen Vertreter des Südtiroler Jagdverbandes
  • Praktischer Mitmach-Workshop mit eigenem Kochbereich für jede/n Teilnehmer/in
  • Verwendete Lebensmittel sowie Wasser, Kaffee und Weinbegleitung während des Workshops
  • Rezepte zum Nachkochen

Termin: Dienstag 10. und Donnerstag, 12.November von 18:00 bis 22:00 Uhr

Teilnahmegebühr: 231,80€

Anmeldung und Infos: https://www.gustelier.it/de/events-und-workshops/kochwerkstatt-wild-kochen-fur-jagerinnen-566

Gamsräude: Was tun und was nicht?

Gamsräude: Was tun und was nicht?

17. September 2026

Foto: Michael Angeli

Eine im April 2026 veröffentlichte Übersicht zum wissenschaftlichen Forschungsstand der Gamsräude zeigt, dass bisherige Ansätze oft wirkungslos bleiben und nicht mehr empfohlen werden: Es ist erwiesen, dass das Erlegen aller räudeverdächtigen Stücke die Seuche nicht stoppt. Über 40 % der Gamsen werden fälschlicherweise als räudig angesprochen und erlegt – darunter auch jene Stücke, die vielleicht resistent oder immun sind und die der Gamsbestand dringend braucht. Ein Erlegen ist nur bei Stücken im Endstadium aus Tierschutzgründen sinnvoll. Radikale Bestandsreduzierungen oder der Einsatz von Medikamenten bringen keine nachhaltigen Erfolge. Vor allem Reduktionsabschüsse haben keinen nachweislichen Erfolg, sondern zeigen gravierende Auswirkungen auf den Bestand und dessen Sozialstruktur.

 

Foto: Serafin Locher

Empfohlen wird hingegen, die Jagd während der Räudewelle zeitlich und räumlich auszusetzen. Dadurch fällt ein zusätzlicher Sterblichkeitsfaktor weg, mehr Stücke mit potenzieller Resistenz überleben und der Bestand erholt sich deutlich schneller. Wenn die Fallzahlen gegen null gehen, kann die Jagd schrittweise wieder aufgenommen werden. Grundlage für jedes Handeln bleiben ein konsequentes Monitoring der Altersstruktur sowie eine gezielte Aufklärung aller Beteiligten, um die Jagd entsprechend anzupassen.

Die Autoren betonen, dass die Gamsräude mit den derzeit verfügbaren Maßnahmen nicht ausgerottet werden kann und sich der Erreger in Wildpopulationen dauerhaft etabliert. Werden Maßnahmen ergriffen, dürfen diese keinesfalls die Situation des Gamsbestandes verschlechtern. Es gilt, die Räude bei der Bewirtschaftung von Gamswild mit einzuberechnen und den jagdlichen Eingriff ausschließlich am Bestand und an dessen Zustand zu orientieren.

Die Erkenntnisse der Publikation werden in der aktuellen Südtiroler Jägerzeitung (Ausgabe 3/2026) zusammengefasst.

Die vollständige Publikation (in italienischer Sprache) findet sich hier zum Download: OPINIONE SCIENTIFICA SULLA ROGNA NEGLI UNGULATI DI MONTAGNA