Die Kitzrettung im BBC-Podcast

Die Kitzrettung im BBC-Podcast

31. Juli 2025

Foto: Burkhard Kaser

Diese Woche hat es die Südtiroler Kitzrettung in den BBC-Global News Podcast geschafft. Im Revier St. Andrä-Afers hat Thomas Aichner der BBC (öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Vereinigten Königreichs) alles rund ums Kitze Retten erklärt.

Hört rein, ab Minute 16:24!

Hier geht’s zum Podcast: https://bbc.com/audio/play/p0lsh00w

Emilio Rudari – 100 Jahre Freude an der Jagd

Emilio Rudari – 100 Jahre Freude an der Jagd

25. Juli 2025

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum des italienischen Jagdverbandes Federcaccia, das am 24. Juli in der Abgeordnetenkammer in Rom begangen wurde, wurde auch eine ganz besondere Ehrung verliehen: Der Bozner Emilio Rudari, der am 26. Juli seinen 100. Geburtstag feiert und nach wie vor Mitglied in den Revieren Terlan, St. Pankraz und Lüsen ist, erhielt als ältester aktiver Jäger Italiens vom Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida eine Urkunde.

Von links: Senator Meinhard Durnwalder, der Geschäftsführer des SJV Benedikt Terzer, Michl Ebner, der Jubilar Emilio Rudari und SJV-Vorstandsmitglied Guido Marangoni

Der Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida (Mitte) und Massimo Buconi (rechts), Präsident der Federcaccia italiana della Caccia, gratulieren Emilio Rudari. 

Tags darauf gratulierten auch die Delegationen der Reviere Terlan, St. Pankraz und Lüsen, der Vorstand und das Team des Südtiroler Jagdverbandes und überraschten Emilio mit einer kleinen Feier im Büro des Jagdverbandes. Die Jagdhornbläser von St. Pankraz brachten dem ältesten Südtiroler Jäger einige Ständchen. Emilio erfreut sich nach wie vor bewundernswerter Gesundheit und ist das beste Beispiel, wie fit und jung die Freude an der Natur halten kann.

Wir gratulieren herzlich!

 

Fotos: Franziska Raffl Steiner
Fotos: Franziska Raffl Steiner

Neue Regelungen in Kraft: Fotofallen und invasive Arten

Neue Regelungen in Kraft: Fotofallen und invasive Arten

18. Juli 2025

Der Landtag hat Anfang Juli das Omnibusgesetz verabschiedet, wobei auch im Bereich Jagd ein paar Anpassungen vorgenommen wurden. Die Bestimmungen treten mit dem heutigen Tag (18. Juli) in Kraft.

Relevant sind folgende beiden Neuerungen:

Einsatz von Fotofallen

Ab sofort dürfen Fotofallen unter Einhaltung bestimmter Auflagen wieder eingesetzt werden. Die Regeln sind wie folgt: Nicht gestattet ist der Einsatz von Fotofallen entlang von öffentlichen Straßen, Wegen oder eingetragenen Steigen. An den restlichen Orten dürfen Fotofallen nach vorheriger Rücksprache mit dem Grundeigentümer installiert werden. Die genauen Bedingungen für die Installation der Fotofallen müssen laut Gesetz in einer Vereinbarung zwischen Jagdverband und Bauernbund festgelegt werden. Diese wird demnächst feststehen und anschließend bekanntgegeben.

Regulierung invasiver Arten

Der Gesetzgeber hat die Voraussetzungen dafür geschafft, dass ab sofort im Falle einer Regulierung invasiver Arten mittels eigenen Dekrets auch Jagdausübungsberechtigte mit den Entnahmen beauftragt werden können. Bislang waren lediglich die für die Jagdaufsicht beauftragten Organe dafür zuständig.

Aufruf Umfrage: Co-creating Coexistance

Aufruf Umfrage: Co-creating Coexistance

17. Juli 2025

CoCo ist ein Horizont Europa Projekt, das sich auf Wildtiere und Weidewirtschaft konzentriert. Das Ziel des Projektes ist es, Wissen von Hirten und Hirtinnen, Jägerschaft und Grundbesitzern zu sammeln. Diese Vielfalt an Wissen soll dazu beitragen Lösungen zu finden, die die Weidewirtschaft und die Tierwelt in Einklang bringen können.

Auch Italien ist neben weiteren 11 Ländern Teil des Projektes. Nun ist die italienische Jägerschaft, vor allem jene, die in Gebieten leben wo große Beutegreifer präsent sind, aufgerufen, sich an einer Projektumfrage zu beteiligen. Untenstehend finden Sie den Zugang zur Umfrage in deutscher und englischer Sprache.

Deutsch: https://sondages.inrae.fr/index.php/456847?lang=de

English: https://sondages.inrae.fr/index.php/456847?lang=en

Weitere Informationen zum CoCo Projekt finden Sie auf der folgenden Webseite: https://cocoproject.eu/en

Neue Jägerprüfungsordnung

Neue Jägerprüfungsordnung

11. Juli 2025

Die Prüfungsordnung für die Jägerprüfung wurde angepasst. Die neue Regelung gilt ab sofort.

Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

1. Bei der Anmeldung zur Jägerprüfung muss kein ärztliches Zeugnis mehr vorgelegt werden.

2. Wenn ein angemeldeter Kandidat nicht zur Theorie- oder Schießprüfung antritt, muss er seine Abwesenheit bis spätestens 12 Uhr des Werktages vor dem Prüfungstermin per E-Mail an das Amt für Wildtiermanagement mitteilen. Bei unentschuldigter und unbegründeter Abwesenheit bzw. wenn sich der Kandidat zu spät abmeldet, wird er für die nächste Prüfungssession gesperrt.

3. Bei der schriftlichen Theorieprüfung ist ein neuer Teil dazu gekommen: Neben dem bewährten Multiple-Choice-Test wird dem Kandidaten nun auch eine Serie von Bildern vorgelegt, die er zu 80% richtig beschreiben muss, um die schriftliche Prüfung zu bestehen.

4. Der so genannte „maneggio armi“ (Eignung zur Handhabung von Waffen) muss ab sofort schon VOR der praktischen Schießprüfung absolviert werden und der Anmeldung zur Schießprüfung muss eine Kopie dieses Diploms beigelegt werden.
TIPP: Denkt frühzeitig daran, den „maneggio armi“ bei einem der befugten Schießstände zu machen! Zur Anmeldung für diesen „maneggio armi“ braucht es ein gültiges ärztliches Zeugnis.

5. Wie bisher muss der Kandidat entweder einen Jungjäger-Praxiskurs an der Forstschule Latemar besuchen oder den Nachweis über ein Revierpraktikum in Südtirol erbringen. Neu ist, dass nun nur noch im Dienst stehende hauptberufliche Jagdaufseher dieses Praktikum im Revier begleiten dürfen.

Kitzrettung: Verstärkung aus der Luft

Kitzrettung: Verstärkung aus der Luft

9. Juli 2025

Die Kitzrettungssaison 2025 ist so gut wie vorbei. Im kommenden Jahr werden 33 neue Drohnen mit Wärmebild die Suchteams dabei unterstützen, Jungwild vor den Mähbalken zu retten – gefördert von der Stiftung Sparkasse.

Die Südtiroler Jäger investieren jedes Jahr gemeinsam mit Landwirten, Jagdaufsehern und Freiwilligen viel Zeit darin, vor allem Rehkitze, aber auch Junghasen und sogar Hirschkälber in Sicherheit zu bringen, bevor die Wiesen mit Mähmaschinen gemäht werden. Immer mehr Südtiroler Jagdreviere setzen dabei auf Drohnen mit Wärmebildkameras. Der Ankauf ist jedoch kostspielig und von öffentlicher Seite gibt es keine Förderung.

Seit heuer fördert die Stiftung Südtiroler Sparkasse die Kitzrettungsinitiative, sodass ab dem kommenden Jahr 33 neue Drohnen in ganz Südtirol die freiwilligen Helfer unterstützen werden. Die Stiftung übernimmt einen Teil der Anschaffungskosten und leistet somit einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz und zur Vermeidung von Tierleid. Jungwild, das unter die Mähmaschine gerät, ist in den allermeisten Fällen schwerstverletzt und geht qualvoll zugrunde. Verwesende Tierkadaver verseuchen das Heu und stellen eine Gefahr für das Vieh dar.