Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher 2020

Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher 2020

Im Sinne des Beschlusses der Landesregierung Nummer 678/2019 vom 06.08.2019 bezüglich des Ausbildungskurses zum Jagdaufseher werden nachfolgend die Einladungsschreiben zur Zulassungsprüfung veröffentlicht.

„Wild-Wissen“ neu aufgelegt

„Wild-Wissen“ neu aufgelegt

12. Septeber 2019

 

Dass es so lange dauern würde, das Lernbuch für die Südtiroler Jägerprüfung neu zu überarbeiten, damit hatte sicher keiner der Beteiligten gerechnet, als 2017 das erste Mal darüber gesprochen wurde, die Arbeit hierzu anzugehen. Über ein Jahr lang hat sich eine Arbeitsgruppe intensiv mit der Überarbeitung des Lernbuches für die Südtiroler Jägerprüfung befasst. Ende Juli wird nun das Buch endlich im Handel erscheinen, mit noch mehr Informationen zum Thema Wild, Pflanzen, Jagd und Waffenkunde, mit interessanten Illustrationen und vielen Aufnahmen Südtiroler Naturfotografen sowie mit einem eigens aufgelegten Ergänzungsheft zum Thema Jagdrecht in Südtirol. 

Das Buch soll in einigen Monaten auch in italienischer Sprache erscheinen.

 

„Wild-Wissen“
Lebensraum – Biologie – Jagd
Lernbuch für die Jägerprüfung und Praxis
Athesia-Verlag – Preis 29,90 Euro

Ergänzungsheft „Jagdrecht in Südtirol“
Athesia-Verlag – Preis 9,90 Euro

Gemeinsames Buchprojekt der alpinen Jagdverbände

„Unwiderstehlich Wild“

Gemeinsames Buchprojekt der alpinen Jagdverbände

Bereits in der Vergangenheit arbeiteten der Südtiroler Jagdverband, der Bayerische und der Tiroler Jagdverband eng zusammen. Um diese Berührungspunkte auf „genussvolle Weise“ zum Ausdruck zu bringen, entstand das gemeinsame alpenländische Wild?Kochbuch „Unwiderstehlich Wild“, das soeben im Athesia?Tappeiner Verlag erschienen ist.

Klassische, innovative und Spezialitätenrezepte für Wild aus den Alpenregionen Südtirol, Tirol, Bayern und dem Kanton Aargau verführen zum Wildkochen und -essen. Die vier Landesverbände führen in die Welt der Jagd in den Alpengebieten ein und präsentieren jeweils zehn ihrer besten Wildrezepte. Einleitend zu jedem Kapitel porträtieren spannende Texte und stimmungsvolle Fotografien die vier Jagdgebiete. Dabei werden geläufige Gemeinsamkeiten aber auch interessante Unterschiede der Jagd in den vier Regionen geschildert. Wo darf man Murmeltiere schießen? In welchem Land sind Rebhühner eine Delikatesse? Rehhacktäschli aus der Schweiz, Gamslasagnette aus Südtirol, Murmeltierbraten in Rotweinmarinade aus Nordtirol oder Wildschweinkeule aus Bayern sind nur Beispiele der großartigen, sorgfältig ausgewählten und abgestimmten Gerichte mit frischen und unbedenklichen Fleischwaren. Ob Hirsch, Wildschwein, Gams oder Ente – dieses Kochbuch bietet für jeden Anlass ein passendes Wildrezept, jeweils mit exklusiven und atmosphärischen Bildern. Die besonderen und abwechslungsreichen Wildrezepte erhalten konkrete Angaben zum Nachkochen für Jedermann. Mit Beilagenlisten und Informationen über Bezugsquellen des Fleisches. Ein Muss für Liebhaber der Wild-Küche!

 

Unwiderstehlich Wild – Die besten Rezepte aus Südtirol, Tirol, Bayern und dem Aargau

128 Seiten – Hardcover – 195 x 260 mm – 25 € – ISBN 978?88?6839?422?6

Eignung zur Handhabung von Waffen (Maneggio armi)

Eignung zur Handhabung von Waffen (Maneggio armi)

 

Der Südtiroler Jagdverband ist Anlaufstelle für verschiedenste Fragen der Jägerschaft bzw. der Jägeranwärter. Darunter auch jene nach den Schießständen, wo es möglich ist, die Bescheinigung über die Eignung zur Handhabung von Waffen (certificato di idoneitá al maneggio armi) zu erhalten. Diese Bescheinigung muss dem Antrag um Ausstellung des Jagdgewehrscheins beigelegt werden.

Nachfolgend eine Liste der Schießstände, die diesen Service anbieten.

Schießstand Bozen:
www.tsnbolzano.it, Tel. 0471 280292 oder E-Mail info@tsnbolzano.it 

Schießstand Meran:
www.tsn-merano.it, Tel. 0473 237466 oder E-Mail tsn_merano@infinito.it            

Schießstand Kaltern  
www.sportschuetzen-kaltern.it Tel. 347 0895055 oder E-Mail info@sportschuetzen-kaltern.it

Schießstand Eppan    
www.sportschuetzen-eppan.it, Tel. 0471 664588 oder E-Mail schiesstand.stmichael@rolmail.net

Schießstand Goldrain
www.schiessstandgoldrain.it, Tel. 335 7709010 oder E-Mail schiessstand.goldrain@rolmail.net

Schießstand St. Lorenzen
www.sgsl.org, Tel. 0474 474549 oder E-Mail info@sgsl.org

Landesgesetz zur Entnahme von Groß-Raubwild verfassungskonform

Landesgesetz zur Entnahme von Groß-Raubwild verfassungskonform

Vor gut einem Jahr verabschiedete der Südtiroler Landtag auf Vorschlag von Landesrat Schuler ein Gesetz, das die Entnahme von Bären und Wölfen unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht. Darauf folgte ein Aufschrei, der seinesgleichen sucht. Der italienische Umweltminister zeigte sich in einem Interview mit der auflagenstärksten italienischen Tageszeitung empört darüber, dass „in Südtirol jetzt alle Bären und Wölfe getötet werden“. Aus anderen Kreisen wurde hingegen eine angebliche Verletzung des EU-Rechtes mokiert.
Vor wenigen Wochen übermittelte die Pressestelle des Verfassungsgerichtshofes eine einseitige Aussendung. Darin wird festgehalten, dass die Überprüfung durch das Höchstgericht ergeben hat, dass das Südtiroler Landesgesetz verfassungskonform und damit rechtmäßig ist. Die Urteilsbegründung ist zwar noch ausständig, aber eines lässt sich inzwischen festhalten: Der Wirbel, der um das Gesetz gemacht wurde, war umsonst. Das Gesetz selbst setzt geltendes EU-Recht (Art. 16 der FFH-Richtlinie) um, bindet jedoch den Staat letzten Endes in die Entscheidung ein, indem ein Gutachten bei der römischen Umweltbehörde ISPRA eingeholt werden muss. Das Land Tirol hat vor mehr als zehn Jahren eine ähnliche Gesetzesbestimmung verabschiedet, die jedoch kein Gutachten von zentraler Stelle vorsieht. Damals blieb jeder Aufschrei aus.

Jäger und Landwirte retten Rehkitze vor dem Mähtod

Jäger und Landwirte retten Rehkitze vor dem Mähtod

 

Juni ist Mähzeit bei den Bauern und Setzzeit bei vielen Tieren, auch bei den Rehen. Doch leider werden die Bergwiesen jedes Jahr im Frühsommer zur tödlichen Falle für viele neugeborene Rehkitze, denn die Rehgeißen suchen gerne die Wiesen in Waldrandnähe als Kinderstube aus.
Die Geißen setzen die Kitze sehr oft im hohen Gras, weil der Nachwuchs dort vor natürlichen Feinden gut geschützt ist und suchen sie nur zum Säugen auf. Man sagt, die Kitze werden »abgelegt«. Die Kitze sind mit ihrem getüpfelten Haarkleid gut getarnt und drücken sich in den ersten Tagen, das heißt, sie bleiben auch bei Gefahr regungslos liegen und sind für den Landwirt nicht sichtbar. Dadurch kommt es oft zu Mähverlusten. Erst ab einem Alter von zwei bis vier Wochen flüchten die Kitze, wenn Gefahr droht.
Das Absuchen der Wiese unmittelbar vor der Mahd und das „Vorausgehen“ vor der Mähmaschine wird schon seit vielen Jahren von der Jägerschaft praktiziert, um zumindest einen Teil des Jungwildes vor den Messern der Mähmaschine zu retten. Auch akustische Warngeräte haben sich als einigermaßen erfolgreich erwiesen. In den letzten Jahren werden in einigen Revieren des Landes auch moderne Flugdrohnen mit Wärmebildkamera dazu eingesetzt, um die Kitze früh morgens vor der Mahd zu orten. Jäger und Helfer bringen jedes gefundene Kitz an den sicheren Wiesenrand, wo eine Kiste Schutz vor Mähmaschine und Fuchs bietet. Nachdem die Wiese gemäht ist, kann das Junge wieder in Freiheit entlassen werden, wo es sogleich, wie die Beobachtungen gezeigt haben, von der Rehgeiß empfangen wird.
Einige hundert Kitze werden jedes Jahr auf diese Weise vor einem qualvollen Tod gerettet. Auch den Landwirten ist es ein großes Anliegen, die Mähverluste so gering wie möglich zu halten. Die Mitarbeiter unseres Verbandsbüros führen gerade bei den Revieren eine Umfrage durch, um einen Überblick über die angewandten Methoden und den Erfolg der Bemühungen zu erhalten.