Jagdaufseherlehrgang 2026 – Einladung zur schriftlichen Zulassungsprüfung

Jagdaufseherlehrgang 2026

Einladung zur schriftlichen Zulassungsprüfung

7. Oktober 2025

Ausbildung Jagdaufseher

Foto: Martin Schmiedhofer

Die Anmeldefrist für den Jagdaufseherlehrgang 2026 ist am 30. September 2025 abgelaufen. Nun steht der Termin für die schriftliche Zulassungsprüfung fest:

Donnerstag, 16. Oktober 2025 mit Beginn um 9 Uhr in Bozen.

Die Prüfung wird maximal 2 Stunden dauern. Geprüft werden Fachkenntnisse im Bereich Jagd und Wild, Textverständnis und Fachbegriffe in Deutsch und Italienisch, der Gebrauch von Kommunikationsmedien in der Ausübung des Jagdaufseherberufes und die persönliche Eignung für den Beruf des Jagdaufsehers sowie die soziale Kompetenzen der Kandidaten und Kandidatinnen.

Zur anschließenden mündlichen Prüfung am 23. und 24. Oktober 2025 werden dann nur jene Kandidaten zugelassen, welche die schriftliche Prüfung mit 6/10 bestehen.

Für weitere Auskünfte steht Alessandra Beneduce telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung: 0471 061703 oder alessandra.beneduce@jagdverband.it

Die vollinhaltliche Mitteilung zur Zulassungsprüfung findet sich unten zum Download.

Die Gamshegeringe – Verlorenes wieder zurückholen

Die Gamshegeringe – Verlorenes wieder zurückholen

1. Oktober 2025

 

Aus unserer aktuellen Jägerzeitung: Wildbiologe Josef Wieser über die Entstehung der Südtiroler Hegeringe

Foto: Andreas Eccel

In unserem Archiv bin ich letzthin auf einen älteren, aber sehr interessanten Artikel aus dem „Anblick“ von 1997 gestoßen. Neben Einblicken in die Entstehung und den Niedergang vieler Gamshegeringe liefert er auch eine Prognose für die damalige Zukunft, also in die heutige Gegenwart. Grund genug, diesen Artikel aufzuarbeiten und die Prognosen zu überprüfen.

Entstehung der Hegeringe

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges waren die Gamsbestände Südtirols vielerorts am Boden. Die Gründe hierfür waren vielfältig, die blanke Not dürfte aber einiges dazu beigetragen haben. Mit dem Wiedererstarken der Gamsbestände beschloss der Südtiroler Jagdverband im Jahr 1970 die Schaffung von Gamshegeringen und betraute den Forstrat Dr. Karl Obwegs mit der Koordination. Die damaligen Kriterien für die Abgrenzung und Bewirtschaftung der Hegeringe sind auch aus heutiger Sicht sehr gut. Die Grenzen wurden nach Gebirgsstöcken und Lebensräumen gezogen, alle 5 Jahre überprüft und wo notwendig angepasst. Das Hegeziel war der Aufbau eines gesunden, zahlenmäßig möglichst genau erfassten und dem Lebensraum angepassten Gamsbestandes. Folglich waren die jährlichen Zählungen von großer Wichtigkeit. Sie erfolgten nach gemeinsam festgesetzten Vorgaben und wurden revierübergreifend, zeitgleich für den jeweiligen Hegering jedes Jahr durchgeführt. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass ein Jäger immer mit einem Jäger aus dem Nachbarrevier gemeinsam einen Zählposten besetzte. Der Vorschlag für den Abschussplan wurde gemeinsam auf Basis der Zählung beantragt. Für jeden Hegering wurde ein Hegeringleiter ernannt, der vieles koordinierte. Alsbald setzte die Hochblüte der Südtiroler Hegeringe ein, im Osten des Landes entstanden 25 Hegeringe und im Westen fünf relativ große. Die großen Hegeringe im Westen hatten aber nur wenige Jahre Bestand.

Wendepunkt Gamsräude

Mit dem Aufflammen der Gamsräude und dem Einbruch vieler Gamsbestände begann es in den Hegeringen zu kriseln. Es trat eine Art Ermüdung ein, alles sei zu „aufwendig und kompliziert“. Die Folge war, dass die Hegeringe einschliefen. Sie blieben zwar teilweise auf dem Papier bestehen, aber die Absprachen zwischen den Revieren wurden deutlich weniger und das „an der Grenze schießen“ nahm zu. Ab 1989 gab es gar keine Sitzungen der zuständigen Hegeringleiter mehr. In der Folge verloren die Hegeringe an Bedeutung.

Den letzten Absatz im Artikel des Anblicks möchte ich wortwörtlich zitieren: „Weh tun sollte der Niedergang der Gamshegeringe eigentlich allen Südtiroler Jägern, denn mit dem Ende der großräumig koordinierten Gamswildbewirtschaftung ist eine naturnahe, strukturgerechte Bejagung mit dem Heranwachsen von reifen Trophäenträgern nur mehr sehr eingeschränkt möglich. Einen reifen Bock stehenzulassen, bis er seinen Höhepunkt überschritten hat und zu altern beginnt, ist praktisch nur bei gemeinsamer Bejagung möglich, denn bei kleinflächiger Bejagung könnte ihn ja sonst der Nachbar erlegen.“

Viele Probleme, die seit Jahren hitzig diskutiert werden und spätestens bei den Abschussplanungen immer wieder aufflammen, ließen sich durch eine gemeinsame und großräumige Bewirtschaftung des Gamswildes lösen.

Wildbiologe Josef Wieser

Hegeringe heute

Wenn wir mit diesem Absatz im Hinterkopf den Bogen ins hier und jetzt spannen, stimmt dies gelinde gesagt nachdenklich. Viele Probleme, die seit Jahren hitzig diskutiert werden und spätestens bei den Abschussplanungen immer wieder aufflammen („es fehlen alte Stücke“, „wir würden den Gamsen ja die Zeit geben, aber der Nachbar…“, usw.), ließen sich durch eine gemeinsame und großräumige Bewirtschaftung des Gamswildes lösen. Die Möglichkeiten dazu hätten wir, wir müssen es nur wollen. Das Gamswild hätte es sich jedenfalls verdient und würde es uns danken. Höchste Zeit, die Gamshegeringe aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken.

 Josef Wieser

Der Beitrag stammt aus der Jägerzeitung Nummer 3/2025. Die gesamte Ausgabe finden Sie zum Download hier: jagdverband.it/jaegerzeitung

Bewerbungsfrist endet am 30. September: Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher

Bewerbungsfrist endet am 30. September: Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher

24. September 2025

Ausbildung Jagdaufseher

Foto: Christina Wasserer

Ab Februar 2026 wird in der Forstschule Latemar ein sechsmonatiger Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher stattfinden. Die Zulassung erfolgt über ein Auswahlverfahren (schriftliche und mündliche Prüfung), das voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte 2025 stattfinden wird.

Interessierte können sich ab sofort zum Auswahlverfahren anmelden.
Die Bewerbungsfrist läuft nur noch wenige Tage und endet am Dienstag, den 30. September 2025 um 15 Uhr.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier: jagdverband.it/ausbildungslehrgang-fuer-jagdaufseher-2026

Haar für Haar

Haar für Haar

17. September 2025

Ausbildung Jagdaufseher

Foto: Franziska Raffl Steiner

Zu besonderen Anlässen tragen viele Jäger einen Gamsbart auf dem Hut. Ehrensache, dass er von selbst erlegten Gamsen stammt. Das Gamsbartbinden ist ein Handwerk, das viel Zeit, Geduld und Geschick erfordert. Die Jägerzeitung hat Hubert Bacher in Rein in Taufers besucht. Er ist einer der wenigen Bartbinder in Südtirol.

Wie werden die Haare von Gams und Hirsch richtig gerupft? Wie sollen sie beim Bartbinder abgegeben werden? Von welchen Tieren können Wildbärte gebunden werden? Wie wird ein Wildbart richtig gepflegt?

Wir durften Gamsbartbinder Hubert Bacher bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Nachzulesen in der aktuellen Jägerzeitung (Ausgabe Nr. 3-2025).

Eindrücke vom Gamsbartbinden: Hier geht es zum Video

Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher

Ausbildungslehrgang für Jagdaufseher

5. September 2025

Ausbildung Jagdaufseher

In den nächsten Jahren werden bei den Jagdaufsehern zahlreiche Neuanstellungen anstehen.

Um den Personalbedarf decken zu können, wird in der Forstschule Latemar ab Februar 2026 ein sechsmonatiger Ausbildungslehrgang stattfinden. Die Zulassung erfolgt über ein Auswahlverfahren (schriftliche und mündliche Prüfung), das voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte 2025 stattfinden wird.
Interessierte können sich ab sofort zum Auswahlverfahren anmelden.

 

Die Bewerber müssen folgende Mindestvoraussetzungen mitbringen:

  • Italienische Staatsbürgerschaft oder jene eines anderen EU-Staates,
  • Abschluss der Pflichtschule,
  • vollendetes 18. Lebensjahr,
  • geistige und körperliche Eignung für die mit der Ausübung des Jagdschutzes verbundenen Aufgaben,
  • bestandene Jägerprüfung,
  • gültiger Jagdgewehrschein,
  • guter Leumund,
  • Zweisprachigkeitsnachweis Niveau B1 (Der Nachweis muss spätestens beim Termin der schriftlichen Prüfung der Vorauswahl vorgelegt werden, sonst erfolgt der Ausschluss aus dem Verfahren)

Die Ausschreibung in voller Länge, das genaue Anforderungsprofil an die Teilnehmer, das Berufsbild, die Modalitäten für die Zulassung und Endbewertung sowie der Vordruck zur Einschreibung zum Auswahlverfahren stehen unten zum Download bereit.

 

Bewerbungsfrist ist Dienstag, der 30. September 2025 um 15 Uhr

24. Jägerinnentreffen im Ahrntal

24. Jägerinnentreffen im Ahrntal

8. September 2025

Am Sonntag, den 31. August 2025, fand in Steinhaus im Ahrntal das 24. Jägerinnentreffen statt.
Ältere und junge Jägerinnen aus ganz Südtirol folgten der Einladung und verbrachten gemeinsam einen Tag, der von Begegnungen, Austausch und unvergesslichen Eindrücken geprägt war.

Der Tag begann mit einem Empfang, bei dem die Teilnehmerinnen mit einem Willkommensgeschenk und einem Aperitif begrüßt wurden. Diese Geste unterstrich die Bedeutung der Gemeinschaft und die Freude über das Wiedersehen nach den Einschränkungen der letzten Jahre.

Der erste Programmpunkt führte die Jägerinnen in das Landesmuseum Bergbau, dem „Kornkasten“, das ehemalige Lebensmittellager des Bergwerks in Prettau. Dort erhielten sie spannende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Bergbaus im hinteren Ahrntal. Diese historische Perspektive bot eine interessante Ergänzung zur Jagdleidenschaft der Teilnehmerinnen und verdeutlichte die enge Verbindung zwischen Menschen und Natur in dieser Gegend.
Mit der Klausbergseilbahn ging es anschließend hinauf zur Kristallalm, wo sich ein atemberaubender Blick auf die Zillertaler Alpen mit herrlicher Fernsicht eröffnete.

Das obligatorische Gruppenfoto vor dieser Kulisse wurde zu einer schönen Erinnerung an diesen besonderen Tag und symbolisiert den Zusammenhalt und die Freundschaft innerhalb der Jägerinnengemeinschaft.

Im Rahmen einer festlichen Wortgottesfeier wurde der Heilige Hubertus, der Schutzpatron der Jägerinnen und Jäger, um seinen Schutz und Segen gebeten, während zugleich ein Dank für die wundervollen Erlebnisse in der Natur ausgesprochen wurde.
Mit den Grußworten des Landesjägermeisters Günther Rabensteiner und des Bezirksjägermeisters des Bezirkes Bruneck Paul Steiner wurde der offizielle Teil beendet.

Zum Mittagessen luden die Teldra Jägerinnen in die Kristallalm ein. In geselliger Runde wurden Jagdgeschichten erzählt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Freundschaften geschlossen. Dabei kam auch der Wunsch auf, die Tradition des Jägerinnentreffens, die während der Coronazeit etwas in den Hintergrund geraten war, wieder verstärkt zu pflegen und fortzuführen.

Die Teldra Jägerinnen freuten sich sehr über die zahlreiche Teilnahme und blicken dankbar auf einen rundum gelungenen Tag zurück, in der Hoffnung, dass das Jägerinentreffen in den kommenden Jahren weitergeführt wird. Dieses Treffen im Ahrntal hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch und die Pflege von Traditionen für die Gemeinschaft und das individuelle Erleben sind.