MUSE Trient – Vortragsreihe Wildtiermonitoring

MUSE Trient – Vortragsreihe Wildtiermonitoring

5. Jänner 2022

Foto: MUSE

Im MUSE in Trient gibt es bis Juni 2022 ein reichhaltiges Programm an Abendveranstaltungen zum Thema Wildtiermonitoring.

Die Vorträge können Online mitverfolgt werden. Vortragssprache ist Italienisch.

  • 19. Januar – „Biodiversità in movimento“ (über den Vogelzug)
  • 2. Februar – „La reintroduzione della lince nelle Alpi sud-orientali“
  • 2. März – „Erpetofauna del Trentino“
  • 6. April – „I numeri del lupo in Italia“
  • 11. Mai – „Spazio comune“ (über Bären und Menschen in den Alpen im Anthropozän)
  • 8. Juni – „Conoscere per tutelare“ (über den Erhaltungszustand von Arten und Lebensräumen)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Landesjagdgesetz abgeändert

Landesjagdgesetz abgeändert

31. Dezember 2021

Mit 31. Dezember 2021 tritt das Europagesetz in Kraft, mit welchem auch einige Änderungen am Landesjagdgesetz vorgenommen wurden.

Der Großteil der Änderungen beschränkt sich auf formelle Korrekturen und Anpassungen. Aus jagdlicher Sicht relevant sind in erster Linie folgende Punkte:

  • Vom Revier organisierte Brackenjagd auf Füchse darf bis zum 31. Jänner ausgeübt werden (bisher war dies nur bis zum 15. Dezember erlaubt).
  • Bei der Verhängung von Verwaltungsstrafen wird nun gleichzeitig die Zusatzstrafe verhängt. Bisher wurde die Zusatzstrafe erst in einem späteren, zweiten Moment verhängt.
  • Reviere dürfen maximal 3 Monate ohne Jagdaufseher sein.

 

Die Neuerungen können hier im Detail nachgelesen werden

Nachhaltigkeit als Jahresthema

Nachhaltigkeit als Jahresthema

30. Dezember 2021

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Man kann sie im ökologischen Sinn begreifen, aber auch im ökonomischen und sozialen.

Die Raika Obervinschgau beleuchtet in ihrem Jahreskalender 2022 verschiedene Wirtschaftszweige der Region unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit und gestaltete mit Experten aus den Bereichen Energie, Finanzen, Landwirtschaft, Imkerei, Waldwirtschaft, Tourismus, Almbewirtschaftung, Handwerk, Ehrenamt, Weiterbildung und Kultur zwölf Kalenderblätter.

Jenes vom Monat Mai ist der Jagd und Fischerei gewidmet. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jagdverband konzipiert, Bezirksjägermeister Günther Hohenegger stellte es bei der Präsentation des Kalenders der Öffentlichkeit vor.

Weihnachtsöffnungszeiten 2021

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle an Silvester und Neujahr

23. Dezember 2021

Liebe Mitglieder,

unser Büro bleibt am 24. und 31. Dezember geschlossen.

Am 3., 4. und 5. Januar sind wir in gewohnter Weise für Sie da.

 

Wir wünschen allen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Jahreswechsel!

Das Team des Südtiroler Jagdverbandes

Stachelschweine in Südtirol?

Stachelschweine in Südtirol?

23. Dezember 2021

In Südtirol fanden Forscher der Eurac Research Hinweise auf die Präsenz von Stachelschweinen in Südtirol. An zwei unterschiedlichen Orten im Land wurden abgeworfene Stacheln der Tiere entdeckt. Die Forscher installierten daraufhin eine Kamerafalle, doch leider blieb der gewünschte Schnappschuss bisher aus. Trotzdem weisen die Funde darauf hin, dass sich das Stachelschwein von Mittelitalien nach Norden hin ausbreitet.

Doch wie kam das Stachelschwein überhaupt nach Italien?

Stachelschweine kommen ursprünglich aus Asien und Afrika und sind dort mit 11 Arten vertreten. Nach Italien kam das Stachelschwein vermutlich zu Zeiten des Römischen Reiches. Seine Ausbreitung beschränkte sich bisher auf Süd- und Mittelitalien. Doch inzwischen breitet sich die Art weiter nach Norden aus.

Das nachtaktive Nagetier verbringt den Tag in seinem unterirdischen Bau. Nachts sucht es nach Wurzeln, Knollen, Früchten und verschmäht auch Insekten oder Kleintiere wie Frösche nicht.

 

Die Publikation zu den Funden kann hier heruntergeladen werden.

Referendum zur Abschaffung der Jagd gestoppt

Referendum zur Abschaffung der Jagd gestoppt

16. Dezember 2021

Wichtige Neuigkeiten vom Referendum über die Abschaffung der Jagd: Das Kassationsgericht hat den Antrag der Jagdgegner auf Abhaltung eines Referendums abgeschmettert. Das Gericht stellte schwere Unregelmäßigkeiten fest und erklärte ganze 177.000 Unterschriften für null und nichtig. Die Jagdgegner haben somit die 500.000 Unterschriften, welche für die Abhaltung eines aufhebenden Referendums notwendig sind, verfehlt.

Bereits vor einigen Wochen ist vonseiten der Jagdverbände eine Eingabe an das Kassationsgericht erfolgt, die auf verschiedene Unregelmäßigkeiten und Formfehler hinwies.

Die Gefahr eines neuerlichen Referendums zur Aufhebung der Jagd ist vorerst gebannt. Es wird jedoch nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Anlauf der Jagdgegner sein. Nun gilt mehr denn je, die Notwendigkeit der Jagd proaktiv zu kommunizieren und auf Fakten zu verweisen:

  • Die Weltnaturschutzunion IUCN sieht in der nachhaltigen Jagd ein Instrument zum Erhalt der Artenvielfalt;
  • In der Kulturlandschaft Europas ist die Regulierung der Wildbestände notwendig, dies regulieren sich nicht von selbst. Aus diesem Grund findet etwa im Nationalpark Stilfser Joch eine gezielte Regulierung des Rotwildes durch die Jägerschaft statt.
  • Der italienische Verfassungsgerichtshof hat 2021 festgehalten, dass der starke Anstieg des Schalenwildes in manchen Gegenden zu einer Bedrohung für das Ökosystem wird. Neben der fehlenden Waldverjüngung wurde auch auf die Gefahr für die öffentlichen Sicherheit infolge steigender Wildunfälle hingewiesen.