Länderübergreifende Anstrengungen für das Auerwild
15. Jänner 2026
Längst nicht jeder hat ihn einmal zu Gesicht bekommen, obwohl er ein Vogel von stattlicher Größe ist und in Südtirol heimisch. Die Rede ist vom Auerhahn. Ein länderübergreifendes Projekt kümmert sich nun um den Schutz dieser charismatischen Raufußhuhnart.
„Auerhuhn im Fokus“, so nennt sich das Projekt, an dem seit dem vergangenen Jahr mehrere Partner aus Südtirol und Österreich, darunter auch der Südtiroler Jagdverband, zusammenarbeiten. Die Ziele des Projektes sind es, die genetische Diversität der in Südtirol noch lebenden Auerwildpopulationen zu erfassen, geeignete Monitoringmethoden auszutesten und eine Managementstrategie für die noch vorhandenen Populationen zu erarbeiten. Das Auerhuhn ist in der EU-Vogelrichtlinie im Anhang I angeführt. Das bedeutet, dass die Lebensräume des Auerwildes besonders geschützt werden müssen, um das Überleben und die Vermehrung der Art sicherzustellen.
Seit der große Hahn, wie der Auerhahn in der Jägersprache oft auch genannt wird, in Südtirol nicht mehr bejagt werden darf, ist das Wissen um die Wildart stetig zurück gegangen. Es wurden keine Zählungen mehr durchgeführt und daher gibt es heute in vielen Teilen des Landes nur mehr ein sehr lückenhaftes Wissen über die Vorkommen. Dem soll dieses Projekt nun entgegenwirken. Ende des letzten Jahres hat eine große Einschulung aller Jagdaufseher und Forststationen des Landes stattgefunden, die in diesem Winter das Material für die genetischen Analysen sammeln werden. Zusätzlich wurden an ausgewählten Orten spezielle Aufnahmegeräte, sogenannte Songmeter installiert, die die Balzrufe des Auerwildes aufzeichnen und mithilfe von KI auswerten sollen. Das Projekt „Auerhuhn im Fokus“ ist ein starkes Zeichen für den Artenschutz in Südtirol und für eine wertvolle Zusammenarbeit verschiedener Partner, auch über die Landesgrenzen hinweg.




