Hochgebirgsjagd im Wandel

15. Oktober 2026

Foto: Tiroler Jägerverband

Vom 9. bis 11. Oktober kamen die Vertreter der Jagdverbände aus Österreich, Slowenien und Italien im Pitztal zusammen, um über aktuelle Zukunftsfragen der Jagd zu beraten. Der Alpenraum ist ein einzigartiger Lebensraum. Doch Klimawandel, geänderte Umweltbedingungen und neue gesellschaftliche Anforderungen stellen Wildtiere und Jagd vor wachsende Herausforderungen.

Anlässlich ihrer 72. Tagung zum Thema „Hochgebirgsjagd im Wandel“ erklären die Mitgliedsverbände der AGJSO:

Verantwortung für Wild und Lebensraum

Nachhaltige Hochgebirgsjagd bedeutet Verantwortung für gesunde Wildpopulationen und intakte Lebensräume. Dazu gehört auch, die zunehmende Tourismus- und Freizeitnutzung mit den Bedürfnissen der Wildtiere in Einklang zu bringen und bei Bedarf durch geeignete Besucherlenkung störungsarme Rückzugsräume zu sichern.

Wissen und Zusammenarbeit

Monitoring, wissenschaftliche Erkenntnisse und die Erfahrung der Jägerinnen und Jäger bilden gemeinsam die Grundlage verantwortungsvoller Entscheidungen. Da Wildtiere keine Grenzen kennen, muss Wildtiermanagement populationsbezogen und über administrative und staatliche Grenzen hinweg gedacht werden.

Schutz braucht Management

Schutz und nachhaltige Nutzung sind keine Gegensätze. Wo es die Entwicklung von Wildpopulationen und Lebensräumen erfordert, muss aktives, fachlich begründetes Wildtiermanagement möglich sein. Die Jägerschaft steht bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Unser gemeinsamer Auftrag

Die AGJSO bekennt sich zu einer Hochgebirgsjagd, die Tradition und Wissenschaft, Erfahrung und Innovation sowie Nutzung und Verantwortung miteinander verbindet. Gemeinsames Ziel ist es, die Wildtiere und Lebensräume des Alpenraumes zu erhalten und eine nachhaltige Jagd auch für kommende Generationen zu sichern. Für das Wild. Für seine Lebensräume. Für eine verantwortungsvolle Jagd im Alpenraum.