Sicher unterwegs: Antigiftködertraining für Jagdhunde
10. September 2026
Nach nur einer Unterrichtseinheit gemeinsam mit den Hundetrainern Gaby Messner (1. von links) und Christian Romen (3. von rechts) sowie zwei Wochen fleißigem Üben konnten alle teilnehmenden Gespanne den Prüfungsparcours erfolgreich durchlaufen und das Abschlussdiplom entgegennehmen.
.In Südtirol werden durchschnittlich jedes Jahr rund 35 Hunde und andere Haustiere mit Verdacht auf eine Vergiftung bei einem Tierarzt behandelt. In 20 Fällen kann das Gift tatsächlich nachgewiesen werden. Giftköder sind besonders für Jagdhunde eine ernste Gefahr. Aus diesem Grund organisierten in diesem Sommer die Vereinigung der Schweiß- und Gebrauchshundeführer, der Südtiroler Jagdverband und die Hundeschule Assistance Dog gemeinsam zwei Antigiftködertrainings in Eppan. Insgesamt nahmen 17 Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren Hunden daran teil.
Fressen verboten
„Beim Antigiftködertraining lernt der Hund, Futter und andere fressbare Dinge nicht eigenständig aufzunehmen. Geübt wird natürlich mit ungefährlichen Futterstücken, zunächst in kontrollierter Umgebung, wobei der Hund für das Ignorieren oder Anzeigen des Fundes belohnt wird“, erklärt Hundetrainer Christian Romen von der Hundeschule Assistance Dog. Anschließend werden die Übungen schrittweise schwieriger und auf Situationen im Freien übertragen. Wichtig ist, dass der Hund dabei kein Abbruchsignal wie „Nein“ oder „Aus“ lernt, damit er auch in Situationen, wo der Hundeführer nicht in der Nähe ist, die essbaren Fundstücke liegen lässt.
Vergiftungsgefahr besteht nicht nur wegen Giftködern und Rattengift im Revier und beim Spaziergang, sondern auch im eigenen Haus. Was für Vierbeiner sonst noch tabu ist und wie man sich im Notfall verhalten soll, erfahren Sie in der nächsten Jägerzeitung.


